Hertha Koenig Gesellschaft e.V.

Hertha Koenig Gesellschaft e.V.

Name
Hertha Koenig Gesellschaft e.V.
Gründungsjahr
1994
Ort
Gut Böckel
Sitz
Rödinghausen
Regionen
Westfalen komplett, Ostwestfalen
Arbeitsbereiche
literarische Gesellschaft, Institut/Museum, Publikationen
Kontaktadresse
Rilkestr. 18, 32289 Rödinghausen,
Telefon
0521-174470
Telefax
0521-69689
Email
pendragon.verlag@t-online.de
Web
www.gutboeckel.de/main_hkg_wir.htm
Personal

Vorstand
Hansjörg Pfitzner (1. Vorsitzender)
Karen Leffers (2. Vorsitzende)
Rudolf Delius (Schatzmeister)
Marion Dueball (Beisitzende)
Günther Butkus (Geschäftsführer)

Beirat
Dr. Rolf Botzet
Dr. Walter Gödden
Prof. Dr. Wilhelm Gössmann
Klaus Heise
Dr. Thomas Kellein
Dr. Annegret Kreutz
Dr. Brigitte Labs-Ehlert
Sieghart Lerche
Freiherr Falk von Oeynhausen
Friedhelm Tiemann
Dr. Hildegard Wiewelhove
Dr. Reinhard Zinkann

Profil der Einrichtung

Die 1994 gegründete Hertha Koenig – Gesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, das literarische Erbe der viele lange Jahre in Vergessenheit geratenen Dichterin wieder lebendig werden zu lassen. Seit 1999 erscheint eine Werkausgabe der Schriften von Hertha König im Bielefelder Pendragon Verlag. Die Bücher sind im Handel oder direkt im Verlag zu beziehen.
Die Gesellschaft, die zu Lesungen, diversen Kammerkonzerten und anderen Veranstaltungen nach Böckel einlädt, muss aus Kapazitätsgründen momentan einen Aufnahmestopp für neue Mitglieder verfügen.
Ziele:
Aufarbeitung des literarischen Nachlasses der Dichterin.
Zusammenarbeit mit den kulturellen Institutionen der Region.
Durchführung von kulturellen Veranstaltungen in Haus und Park von Gut Böckel wie Lesungen am Kamin und in der Kapelle, Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen.
Gemeinsam mit dem Pendragon Verlag, Bielefeld, erfolgt die Herausgabe der Gesammelten Werke Hertha Koenigs.

Namensgeber

Hertha Koenig (1884 – 1976), die Gutsherrin, Kunstsammlerin und Schriftstellerin, lebte auf Gut Böckel und war als Autorin weit über die Region Ostwestfalen hinaus von Bedeutung. In den 20er Jahren galt sie neben Ricarda Huch sogar als bedeutsamste deutsche Lyrikerin.
Ihre Gedichte, Novellen und Romane erschienen in so renommierten Verlagen wie Insel und S. Fischer. Nicht nur Rainer Maria Rilke (s. Foto unten), der ihr seine 5. Duineser Elegie widmete, sondern auch Marie von Ebner-Eschenbach, Oskar Maria Graf, Alfred Schuler, Carl-Jacob Burckhardt u.a. gehörten zu ihrem Freundeskreis. Viele von ihren zählten zu ihren Gästen auf Gut Böckel, so auch der spätere Bundespräsident Theodor Heuss und der Philosoph Martin Heidegger.

Institut/Museum

Gut Böckel, das die Neue Westfälische einmal als „stille Oase mit romantischem Charme“ bezeichnet hat, liegt eingebettet in die hügelige Landschaft Ostwestfalens am Fuße des Wiehengebirges bei Bieren in der Gemeinde Rödinghausen. Urkundlich erwähnt wurde das Gut erstmals im Jahre 1350 als Besitz des Ritters Alhard, genannt Rape von dem Bussche. In dominant weiblicher Erbfolge werden danach die Familien von Quernheim, von Vincke und von Butlar als Eigentümer genannt. Die bis heute erhaltene Barockanlage wurde 1682 durch die Herren von Voss erbaut, die auf Böckel 200 Jahre „erbgesessen“ sind. Im Jahre 1874 erwarb Leopold Koenig, genannt der „Zuckerkönig“, der im zaristischen Russland durch Anbau und Verarbeitung der Zuckerrübe zu großem Reichtum gelangt war, Gut Böckel für seinen Sohn Carl. Hertha Koenig, die Enkelin Leopold Koenigs, wurde am 24. Oktober 1884 auf Gut Böckel geboren. Sie, die „westfälische“ Dichterin, Mäzenatin und Freundin Rainer Maria Rilkes, verbrachte hier den größten Teil ihres Lebens bis zu ihrem Tod 1976. Sie förderte in großzügiger Weise Kunst und Künstler. Bereits in den fünfziger Jahren öffnete sie Gut Böckel für Konzerte im Park.
Seit 1991 ist Gut Böckel im Besitz von Dr. Ernst Leffers. Obgleich im Privatbesitz wird Gut Böckel mehrmals im Jahr für Veranstaltungen geöffnet. In dem behutsam restaurierten Gebäudeensemble finden Lesungen (Erika Pluhar, Hannelore Elsner, Eva Matthes, Bruno Ganz) und einmal im Jahr ein großes Orchesterkonzert im Rahmen des inzwischen etablierten „Russischen Sommers“ statt. In dem von zahlreichen Solitärbäumen geprägten Landschaftspark wurden nun schon zum zweiten Mal während der Sommermonate Werke international bekannter Künstler wie Not Vital, Richard Deacon, Bethan Hewes, Yutaka Sone u.a. präsentiert. Ihm verdankt Böckel seinen „modernen“ Flügel aus dem Jahr 1876 und die Stadt Bonn die „Villa Hammerschmidt“, die er einige Jahre selbst bewohnte. Er war es auch, der 1890 den Hamburger Gartenarchitekten Rudolph Jürgens mit der Gestaltung des heute denkmalgeschützten Parks von Gut Böckel und dem der Villa Hammerschmidt beauftragte.

Publikationen

Im Pendragon-Verlag erschienen bisher:
Hertha Koenig: Frühling im Herbst. CD. Gesammelte Gedichte, Musik von Mozart, Schumann und Gehrold. Bielefeld 2000.
Hertha Koenig: Frühling im Herbst. Gesammelte Gedichte. Bielefeld 1999.
Hertha Koenig: Der Fährenschreiber von Libau. Bielefeld 1993.
Hertha Koenig: Erinnerungen an Rainer Maria Rilke. Bielefeld 1992.

Im Rahmen der geplanten Gesamtausgabe der Werke Hertha Koenigs sind bisher erschienen:
Hertha Koenig: Die kleine und die große Liebe. Bielefeld 2001.
Hertha Koenig: Die Letzten / An Jedermann. Bielefeld 2001.

Sonstiges

www.herta-koenig.de

Bewerbung möglich
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Aktualisiert am
05.09.2011