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Annette-von-Droste-Gesellschaft e.V.

Name
Annette-von-Droste-Gesellschaft e.V.
Gründungsjahr
1928
Ort
Münster-Nienberge
Sitz
Münster
Regionen
Westfalen komplett, Münsterland
Arbeitsbereiche
literarische Gesellschaft, Archiv, Publikationen

Kontaktadresse
Am Rüschhaus 81
48161 Münster

Telefon
02533-3109
Telefax
02533-3109

Email
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Web
www.droste-gesellschaft.de

Personal

Vorstand:
Erster Vorsitzender: Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg MdL, Akademie Franz-Hitze-Haus, Münster
Zweite Vorsitzende: Prof. Dr. Cornelia Blasberg, Universität Münster
Geschäftsführer: Dr. Jochen Grywatsch, LWL-Literaturkommission für Westfalen, Münster
Schatzmeister: Hans-Gerd Hense, Havixbeck

Beirat (mit Sitz im erweiterten Vorstand):
Peter Frommhold, Rechtsanwalt und Notar, Münster (juristische Beratung)
Prof. Dr. Ortrun Niethammer, Osnabrück (Erwachsenenbildung, Schule)
Dr. Rüdiger Nutt-Kofoth, Münster/Wuppertal (Programmarbeit)

Beirat:
Jutta Freifrau von Droste zu Hülshoff, Schloss Hülshoff, Havixbeck
Liselotte Folkerts, Münster (Kunst)
Prof. Dr. Lothar Köhn, Senden
Prof. Dr. Bernd Kortländer, Heine-Institut, Düsseldorf (Kooperationen, Institutionen)
Vinzenz Naeßl-Doms, Altes Schloss, Meersburg
Gisela Plate, Havixbeck (Freundeskreis, Gesellschaftsleben)
Mechthild Freifrau Raitz von Frentz, Minden/Haus Stapel, Havixbeck
Erika Reichert, Grundschulrektorin i. R., Reken (Kinder und Jugend)
Dr. Jens Stüben, wiss. Direktor, Universität Oldenburg (internationale Beziehungen)
Vertretung Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Dr. Kathrin Höltge

Ehrenvorsitzender:
Ltd. Landesverwaltungsdirektor Rudolf Beisenkötter, Münster

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Profil der Einrichtung

Die Schwerpunkte hat sich die Gesellschaft darin gesetzt, die Person und die Werke der Annette von Droste-Hülshoff, die Literatur und Literaturgeschichte Westfalens sowie die zeitgenössische internationale Literatur mit einem besonderen Gewicht auf Lyrik hervorzuheben und darzustellen.
So veranstaltet die Gesellschaft nun regelmäßig verschiedenste Lesungen. Von 1979 bis 1995 initiierte und veranstaltete sie alle zwei Jahre das viertägige "Lyrikertreffen-Münster". Ein weiterer neuerer Schwerpunkt des Programmes liegt in der Arbeit mit SchülerInnen und Schulen. Die Gesellschaft arbeitet etwa mit dem Pascal-Gymnasium, Münster, Programme um Leben und Werk der Droste für internationale SchülerInnen aus, die sich als Gäste der Schulen in Münster aufhalten. In einer kleinen Publikation werden diese Programme in Deutsch, Englisch und Französisch erhältlich sein (ab Schuljahr 2000/2001).

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Lit. Veranstaltungen/Projekte

Bei der Droste-Gesellschaft handelt es sich um eine sehr rege und in ihrem Programm breit angelegte Gesellschaft; jährlich finden etwa vierzig Veranstaltungen statt.(Aktuelle Termine entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungskalender auf der Homepage)

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Namensgeber

Das Leben und Werk der Annette von Droste-Hülshoff mit seinen unauffälligen Begebenheiten zu erfassen, heißt den scheinbar vertrauten Umgang mit dieser Poetin, für viele einfach Annette, zu objektivieren.
Als vor hundert Jahren die Rezeption ihrer Werke einsetzte, als in Münster ihr idealisiertes Denkmal seinen Platz fand, stieg das Interesse für ihre Person. Oft genug wurde die Dichterkrone der Droste blank geputzt, dabei leider die Spinnweben nicht entfernt. Die Weltanschauung der Dreißiger Jahre unseres Jahrhunderts mißbrauchte das Werk Annette von Droste-Hülshoffs dann, es wurde bis zur Unkenntlichkeit stilisiert. Die kritische Auseinandersetzung seit 25 Jahren wirkt da sehr wohltuend.
Gerade bei dieser Autorin, bei der es schwerfällt, Leben und Werk zu trennen, bleibt die Frage nach ihrer Kraft, zeitlose Gedichte gegen epochalen Zeitgeist zu verfassen, erlaubt. "So steht mein Entschluß fester als je, nie auf den Effeckt zu arbeiten, [...], und unsere blasirte Zeit und ihre Zustände gänzlich mit dem Rücken anzusehn." Die besten Gedichte Annette von Droste-Hülshoffs widerstehen jedem Zeitgeschmack und jeder Provinzialität, sie sind längst Teil unserer Weltkultur geworden.
Das Werk der Droste ist in gleicher Weise geprägt durch Anknüpfung an literarische Tradition und die Entwicklung künstlerischer Individualität und Originalität. Es zeigt neuartige Naturdarstellungen als poetische Landschaft, in der etwa die Darstellung von Gespenstisch-Spukhaftem ohne Aufgabe kritischen Bewußtseins ihre Berechtigung hat. Psychologisches Einfühlungsvermögen zeigt die packende Kriminalnovelle "Die Judenbuche", die uns mit Hochachtung erfüllt, womit Sie ihre schreibenden Zeitgenossen weit überragt.
Die spannende Modernität des literarischen OEuvres der Dichterin aus Westfalen gilt es (wieder) zu entdecken. Die Lyrikerin Ulla Hahn fragt nicht zuletzt Annette von Droste-Hülshoff, die ihr vorangefahren ist, wie es um uns, ihre Nachfahren, steht. Indem wir Fragen aus unserer Zeit stellen, antwortet Sie als Zeitgenossin. Die Gedichte der Droste sind Antworten. Es muß nur immer neu gefragt werden.

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Institut/Museum

Die Geschäfts- und Dokumentationsstelle der Annette von Droste Gesellschaft befindet sich im Droste-Museum Haus Rüschhaus.

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Publikationen

Droste-Jahrbuch 7. 2007-2008. Raum. Ort. Topographien der Annette von Droste-Hülshoff. Hrsg. von Jochen Grywatsch. Wehrhahn Verlag: Hannover 2009.
Droste-Jahrbuch 6. 2005-2006.Hrsg. von Winfried Woesler und Jochen Grywatsch. Münster 2007.
Droste-Jahrbuch 5. 1999-2004.Hrsg. von Winfried Woesler und Ulrich Wollheim. Münster 2004.
Droste-Jahrbuch 4. 1997/98. Hrsg. von Winfried Woesler und Ulrich Wollheim. Münster 2000.
Annette von Droste-Hülshoff. Historisch-kritische Ausgabe: Werke/Briefwechsel. 28 Bände. Hrsg. von Winfried Woesler. Tübingen 1978-2000.
Droste-Jahrbuch 3. 1991-1996. Hrsg. von Winfried Woesler. Paderborn 1997.
Droste-Jahrbuch 2. 1988-1990. Hrsg. von Winfried Woesler. Paderborn 1990.
Droste-Jahrbuch 1. 1986/87. Hrsg. von Winfried Woesler. Münster 1986.
Beiträge zur Droste-Forschung Nr. 5. 1978-1982. Hrsg. von Winfried Woesler. Osnabrück 1982.
Beiträge zur Droste-Forschung Nr. 4. 1976/77. Hrsg. von Winfried Woesler. Dülmen 1977.
Kleine Beiträge zur Droste-Forschung Nr. 3. 1974/75. Hrsg. von Winfried Woesler. Dülmen 1974.
Kleine Beiträge zur Droste-Forschung Nr. 2. 1972/73. Hrsg. von Winfried Woesler. Dülmen 1973.
Kleine Beiträge zur Droste-Forschung 1971. Hrsg. von Winfried Woesler. Münster 1970.
Jahrbuch der Droste-Gesellschaft 1972. Band V. Hrsg. von Clemens Heselhaus. Münster 1972.
Jahrbuch der Droste-Gesellschaft 1962. Band IV. Hrsg. von Clemens Heselhaus. Münster 1962 (Westfälische Blätter für Dichtung und Geistesgeschichte).
Jahrbuch der Droste-Gesellschaft 1959. Band III. Hrsg. von Clemens Heselhaus. Münster 1959 (Westfälische Blätter für Dichtung und Geistesgeschichte).
Jahrbuch der Droste-Gesellschaft 1948/50. Band II. Hrsg. von Clemens Heselhaus. Münster 1950 (Westfälische Blätter für Dichtung und Geistesgeschichte).
Jahrbuch der Droste-Gesellschaft 1947. Band I. Hrsg. von Clemens Heselhaus. Münster 1947 (Westfälische Blätter für Dichtung und Geistesgeschichte).

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Sonstiges

Bilanz zum 75-jährigen Jubiläum der Annette von Droste Gesellschaft:

Es ist nicht leicht, sich der Verführung durch runde Jahreszahlen zu entziehen. Doch erfreuen sich Institutionen, wie auch die Droste-Gesellschaft, durchaus an Aufmerksamkeit. Nichts eignet sich dafür besser als Jubiläumsfeiern: Selbstbesinnung für immer neue Generationen von Mitgliedern langlebiger Organisationen. Dem kann, dem sollte sich keine Institution entziehen, die etwas auf sich hält.
Die Droste-Gesellschaft wird sich hinsichtlich ihrer Struktur und ihrer Effizienz immer wieder prüfen und prüfen lassen müssen. Gestatten Sie der Gesellschaft gerade an dieser Stelle unbescheiden zu sein: Die vergangenen 75 Jahre stellen sich für die Droste-Gesellschaft durchaus als eine Erfolgsgeschichte dar. Prägt sie doch seit mehr als sieben Jahrzehnten das literarische Leben Münsters maßgeblich. Das bietet Anlass zu Stolz, jedoch auch zu kritischer Analyse.
So kann die Gesellschaft sicher nicht auf die Forschungsarbeit und Veranstaltungen der ersten zwei Jahrzehnte der Droste-Gesellschaft zurückblicken, ohne zugleich auch von den dunklen Schatten getroffen zu werden, die auf das Deutschland des Dritten Reiches fallen. Doch gilt es diese Schatten zu erhellen, d.h. die Bürde dieser eigenen Teilgeschichte der Gesellschaft zu tragen und durch eigenen Beitrag Verantwortung zu übernehmen. Dies wird vor allem mit Achtung vor den wissenschaftlichen Leistungen lange vor der Nazi-Diktatur geschehen.
Sich auf den Lorbeeren der Vergangenheit auszuruhen war nie Sache der Gesellschaft und wird es auch im vorbereitenden Jahr 2002 und im Jubiläumsjahr 2003 selbst nicht sein. 75 Jahre Droste-Gesellschaft bieten eine gute Gelegenheit, sich der gegenwärtigen Situation bewusst zu werden und mit diesem Jubiläum unbedingt Vorbereitungen für die Zukunft zu treffen. Was sind unsere Ziele? Welche unserer Leistungen werden in Zukunft besonders gefragt sein? Wo sollten wir reduzieren, um woanders gewinnbringender handeln zu können?
Für den Erfolg unserer Arbeit bleibt darüber hinaus die enge Kooperation mit anderen Einrichtungen und Partnern von grundlegender Bedeutung. Besonders wichtig ist dabei die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Münster, deren Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann freundlicherweise die Schirmherrschaft für das Jubiläum übernommen hat, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, die kooperativen Veranstaltungen mit der Universität sowie die gemeinsamen Projekte mit anderen Einrichtungen aus dem Kultur- und Bildungsbereich.
Die Mitglieder der Gesellschaft selbst sehen in ihrer Mitgliedschaft nicht zuletzt ihre Rolle als aktiv fördernder Innovationsmotor der Droste-Rezeption. Um diesem Auftrag weiterhin gerecht zu werden, sieht sich der Vorstand auf die künftigen Anforderungen vorbereitet.
Für das kommende Jubiläum wird die Droste-Gesellschaft mit neuen Projekten aufwarten, die sie als eine nicht retrospektiv verharrende, sondern als eine allein zukunftsorientierte offerieren.
Quelle: Homepage der Gesellschaft.

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Anfahrt
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Aktualisiert am
22.02.2012

 

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