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Werner BohrerKreis - Förderverein des Hanse-Kollegs - Weiterbildungskolleg der Stadt Lippstadt

Name
Werner BohrerKreis - Förderverein des Hanse-Kollegs - Weiterbildungskolleg der Stadt Lippstadt
Gründungsjahr
1983
Ort
Lippstadt
Sitz
Lippstadt
Regionen
Westfalen komplett, Hellweg
Arbeitsbereiche
Literaturveranstalter / Projektmanagement

Kontaktadresse
Ostendorfallee 1
59555 Lippstadt

Telefon
02941-4065
Telefax
02941-4079

Email
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Web
weiterbildungskolleg-lippstadt.de

Personal

Vorsitzende: Irmgard M. Thiemeyer

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Profil der Einrichtung

Im Gedenken an den 1982 verstorbenen ersten Schulleiter und Initiator des Außenstellenkonzepts nannte sich der Förderverein der Schule bei seiner Gründung 1983 Werner-Bohrer-Kreis der Freunde und Förderer des Abendgymnasiums Lippstadt. Bereits damals legte man in der Satzung die Förderung kultureller Bestrebungen zur Ergänzung der Ausbildung am Abendgymnasium als eine seiner Aufgaben fest. Aus den Anfängen, die in der Schule und auch in der Öffentlichkeit ermutigend positive Resonanz fanden, wurde ab 1990 ein kontinuierlich geplantes Programm.
Das Gremium, das sich aus Lehrern und dem Schulleiter des Hansekollegs zusammensetzt, sammelt Ideen, deren Realisation dann im Wesentlichen Aufgabe des Vorsitzenden des Vereins ist. In dieser Runde wird auch der traditionelle Jahresrückblick hergestellt. Im Laufe der Zeit hat sich so eine Initiative entwickelt, die auch über unsere Schule hinaus erfreuliche Beachtung findet. Sie stellt heute einen wesentlichen Teil unserer Öffentlichkeitsarbet dar, die für eine Schule des zweiten Bildungsweges von existentieller Bedeutung ist. Die Schwerpunkte liegen dabei auf besonderen Formen von Kunst und auf Begegnungen mit wichtigen Menschen aus Wissenschaft und Politik, insbesondere kompetenten Zeitzeugen der Geschichte.

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Lit. Veranstaltungen/Projekte

Diskussionsforen:
"Haben die Naturwissenschaften heute noch eine Chance?" (1997) mit Prof. Dr. Friedrich Cramer, Prof. Dr. Ulrich Horstmann und Prof. Dr. Rainer Santo. Gesprächsleitung: Friedrich Auffenberg.
"Fünf Jahre Souveräne Bundesrepublik Deutschland" (1996) mit Dr. Antje Vollmer und Prof. Alfred Grosser.
"Forschung und Rüstung - Krieg oder Frieden?" (1995) mit Dr. Eugen Drewermann, Prof. Dr. Hans-Peter Dürr und Oberst Gunnar Högger. Gesprächsleitung: Friedrich Auffenberg.

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Weiterbildung

Allgemeinbildende Schule des zweiten Bildungsweges

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Sonstiges

Das Veranstaltungsprogramm unseres Vereins ist mittlerweile eine feste Größe im Kulturleben unserer Schule und auch in der Stadt Lippstadt. Regelmäßig können wir eindrucksvolle und manchmal auch prominente Gäste an unserer Schule begrüßen. Aus unserer Gästeliste: Eugen Drewermann, Hans-Peter Dürr, Friedrich Cramer, Annemarie Renger, Valentin Falin, Egon Bahr, Herta Däubler-Gmelin, Antje Vollmer, Alfred Grosser, Erwin Grosche, Hannes Wader, Katja Ebstein und die bremer shakespeare-company.

Im vergangenen Jahr hatte ich Gelegenheit, die Tätigkeit des Werner-Bohrer-Kreises am Abendgymnasium in Lippstadt anläßlich einer Diskussionsveranstaltung näher kennenzulernen. Dabei beeidruckte mich das vielseitig interessierte Publikum durch seine gezielten, klugen Fragen. Man merkte deutlich, daß hier Menschen an einem Vortragsprogramm von hohem Niveau über Jahre darin geschult worden waren, schwierigen Argumentationen zu folgen, diese für sich zu verarbeiten und mit dem Referenten sachgerecht und selbstbewußt zu diskutieren. Eine solch diskussionsfähige Zuhörerschaft findet man wahrlich nicht oft und es ist sicherlich das Verdienst des Lippstädter Abendgymnasiums, durch seine vielseitigen Veranstaltungen eine derartige geistige Atmosphäre geschaffen zu haben, die wesentlich zur Mündigkeit der Bürger beiträgt.
Prof. Dr. Friedrich Cramer, ehem. Leiter des Max-Planck-Instituts für experimentelle Medizin Göttingen.

Ich merke bei allen Prüfungen, die ich durchführe, wie erschreckend niedrig das allgemeine Wissen der Prüflinge ist. Das gerade Aktuelle weiß man, Schlagwörter kennt man, Zusammenhänge werden selten gesehen, Ursachen nicht erkannt, Folgerungen nicht gezogen. Gerade darum ist es so wichtig und notwendig, was Sie mit Ihrem Abendgymnasium intendieren. Unser Lamento nützt nichts, wenn nicht gegengesteuert wird. Und Sie tun das mit hochinteressanten und interessierenden Themen. Diese sind nicht einseitig angelegt, sondern wollen den ganzen Horizont unserer Bildung ausweiten. Sie lassen nicht nur die Sterne am Horizont leuchten, Sie versuchen weiter vorzudringen in das noch Unerforschte, in das Numinose. Gratulation und Anerkennung.
Prof. August Everding, Staatsintendant.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Materieller Erfolg darf nicht zum Fetisch unseres Lebens werden. Die Menschheit hat, um beide Pole zu balancieren, bisher keine bessere Organisationsform gefunden als den demokratischen Nationalstaat. Die Erfahrung hat bestätigt, daß Demokratie vom Engagement der Bürger lebt. Dazu sind Wissen und Gedankenaustausch über die eigene Alltagssphäre hinaus erforderlich. Dem Abendgymnasium Lippstadt ist zu gratulieren, daß es in seinem Wirkungskreis erfolgreich an der Belebung unserer demokratischen Kultur wirkt.
Egon Bahr.

Der Abend mit Antje Vollmer am 14. Juni 1996 war für mich ein Lichtpunkt. Für das Publikum vielleicht auch. Nach so vielen künstlichen Podien, die keine echte Diskussion zulassen, dieses offene, nachdenkliche Zwiegespräch, das nicht nur gut verlief, weil wir schon vorher befreundet waren, sondern auch weil beide Teilnehmer sowieso bereit waren, wom anderen zu lernen und im Wechseleinfluß mit ihm zu stehen. Heute noch bin ich dem Abendgymnasium dankbar, diesen Abend veranstaltet zu haben.

Wenn ich nun die Programme lese, so bin ich beeindruckt von der Vielfalt des kulturellen Angebots. Darf ich jedoch den Wunsch aussprechen, daß - nun, da es ein ständiges Publikum gibt - noch ein weiterer Schritt gemacht werde in Richtung geistiger und ethischer Grundprobleme unserer Zeit. Darunter der geistige Graben zwischen der "alten" Bundesrepublik und den "neuen Ländern". Und auch die Frage nach den ethischen Grundlagen unserer westlichen Gesellschaften. Der Erfolg des letzten Jahres erlaubt das Risiko!
Prof. Alfred Grosser.

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Aktualisiert am
04.03.2015

 

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