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Europäisches Übersetzer-Kollegium Nordrhein-Westfalen in Straelen e.V.

Name
Europäisches Übersetzer-Kollegium Nordrhein-Westfalen in Straelen e.V.
Gründungsjahr
1978
Ort
Straelen/Niederrhein
Sitz
Straelen
Regionen
Rheinland komplett, Niederrhein
Arbeitsbereiche
literarische Gesellschaft, Fördereinrichtung, Bücherei/Bibliothek, Preise/Stipendien, lit. Fort-/Weiterbildung

Kontaktadresse
Kuhstraße 15-19
47638 Straelen

Telefon
02834-1068
Telefax
02834-7544

Email
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Web
www.euk-straelen.de

Öffnungszeiten

Nur nach telefonischer Absprache

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Personal

Geschäftsführerin: Karin Heinz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Dr. Regina Peeters

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Profil der Einrichtung

Das Europäische Übersetzer-Kollegium ist das weltweit erste und größte internationale Arbeitszentrum für Literatur- und Sachbuchübersetzer, dessen Appartements, Arbeitsräume, Computer und Bibliothek deutschen und ausländischen Übersetzern für die Dauer eines Arbeitsprojekt zur Verfügung stehen.
Inzwischen kommen jährlich über 750 Übersetzer aus allen Teilen der Welt mit dem Auftrag eines Verlages ins niederrheinische Straelen, nutzen die vielfältigen Hilfsmittel des Hauses, treffen Kollegen, arbeiten allein oder mitunter auch in Gruppen und tauschen Tips und Erfahrungen aus. Die Bibliothek des Kollegiums umfaßt zur Zeit 110.000 Bände in 275 Sprachen und Dialekten und ist damit die größte Spezialbibliothek für diesen Berufsstand weltweit.

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Preise/Stipendien

1: Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW

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Auflistung der Preisträger/Stipendiaten

2007 Barbara Kleiner, München
2005 Niels Brunse, Kopenhagen (DK)
2003 Bernhard Robben und Christa Schuenke
2001 Thomas Reschke, Berlin

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Fördertätigkeit

Für professionelle literarische Übersetzer stehen ganzjährig Stipendien zur Verfügung. Informationen zu den Bewerbungsmodalitäten sind beim Übersetzer-Kollegium direkt zu erfragen.

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Weiterbildung

Das Kollegium führt Seminare für literarische Übersetzer und Autoren vorwiegend in Zusammenarbeit mit Dritten durch. Jedes Seminar ist für eine genau umrissene Gruppe bestimmt und wird öffentlich ausgeschrieben. Bewerbungen für Seminare und Fortbildungen sind ausschließlich an die in der Ausschreibung angegebene Adresse zu richten.

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Sonstiges

Ich bin daher sehr froh, daß wir in Nordrhein-Westfalen eine so hervorragende Einrichtung haben wie das Europäische Übersetzer-Kollegium. Hier können Übersetzer in absoluter Ruhe konzentriert arbeiten. Sie finden hier eine Bibliothek vor, die international ihresgleichen sucht. Und die Übersetzer finden hier Gesprächspartner, mit denen sie sich fachlich austauschen können – das ist nicht selbstverständlich bei einem derart „einsamen" Beruf, der Abgeschiedenheit und Ruhe zur Bedingung hat.
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement anläßlich der Verleihung des Übersetzerpreises der Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen am 26. Juni 2001.

Als ich vor einigen Monaten im Europäischen Übersetzerkollegium in Straelen war, lernte ich, mir ein noch besseres Bild von Ihrem Beruf zu machen. Ich war und bin beeindruckt, wenn ich mir die Schwierigkeiten, ja die Entbehrungen vor Augen halte, die sie auf sich nehmen.
Bundespräsident Roman Herzog anläßlich der Verleihung des Wieland-Übersetzerpreises am 18. November 1997 in Biberach.

Jede Stadt hat ihre Merkwürdigkeit. Ulm hat ein Münster. Gladbeck hat das größte Elektrizitätswerk Europas. In Straelen habe ich das EÜK besucht. Meiner Meinung nach ist dieses Kollegium die menschlichste und wichtigste Merkwürdigkeit der gegenwärtigen europäischen Kultur, der ich in letzter Zeit begegnet bin.
Andrzej Szczypiorski, Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Straelen anläßlich seiner Lesung im Europäischen Übersetzer-Kollegium am 24. Oktober 1996.

Was 1978 als „Europäisches Übersetzer–Kollegium" gegründet wurde, strahlt längst weit über den alten Kontinent hinaus: Von den Niederlanden bis Neuseeland, von Albanien bis Zaire reicht die Liste der mehr als fünfzig Länder, aus denen Übersetzer an den Niederrhein pilgerten. [...] Die „Mauerblümchen", die „Wasserträger", die „Galeerenarbeiter" der Literatur, als die sie sich vorkommen (müssen), haben in Straelen Selbstbewußtsein gewonnen. Reich werden können sie nicht von ihrer Arbeit, doch die Sprachen und ihre Literaturen werden reicher durch sie. Und mithin: wir Leser.
Andreas Rossmann: Die Mitte der Welt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. Januar 1998.

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Anfahrt
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Quellenangaben
Auskunft Institution
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Aktualisiert am
23.02.2012

 

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