Internationale Georg-Lukacs-Gesellschaft

Internationale Georg-Lukacs-Gesellschaft

Name
Internationale Georg-Lukacs-Gesellschaft
Gründungsjahr
1996
Ort
Paderborn
Sitz
Paderborn
Regionen
Westfalen komplett, Ostwestfalen
Arbeitsbereiche
literarische Gesellschaft, Publikationen
Kontaktadresse
Pohlweg 55, 33098 Paderborn,
Telefon
02066-501264 oder 0203-3793116
Telefax
02066-501861
Email
w.jung@uni-duisburg
Web
www.lukacs-gesellschaft.de
Personal

Vorstand:
Prof. Dr. Frank Benseler (Paderborn)
Prof. Dr. Werner Jung (Duisburg - Geschäftsführer)
Prof. Dr. Antonia Opitz (Leipzig - Budapest)

Profil der Einrichtung

25 Jahre nach dem Tod von Georg Lukacs ist im Dezember 1996 die Internationale Georg-Lukacs-Gesellschaft gegründet worden. Sie soll die Vertreter unterschiedlichster akademischer Disziplinen (Philosophen, Literatur- und Sozialwissenschaftler) und die kritisch-engagierte Öffentlichkeit zusammenführen mit dem Ziel produktiver gegenwartsbezogener Auseinandersetzung mit der Person und dem Werk des ungarischen Philosophen, Ästhetikers und Literarhistorikers. Es geht darum, ein kritisches, offenes, undogmatisch-linkes Denken, das nach der 'Wende' (und vielen auch internationalen Wendungen) aus Not und/oder Opportunismus, aber gegen historische Einsicht, preisgegeben worden ist, in den wissenschaftlich-akademischen wie auch den öffentlichen Diskurs wieder einzubringen.

Namensgeber

Georg Lukacs (1885-1971), bedeutendster ungarischer Philosoph, Ästhetiker sowie Literarhistoriker des 20. Jahrhunderts, der bereits als junger Wissenschaftler bahnbrechende ästhetisch-theoretische Schriften ("Die Seele und die Formen", 1911; "Die Theorie des Romans", 1916) verfasst hat und dessen marxistischer 'foundation text'"Geschichte und Klassenbewußtsein" (1923) das Grundbuch des westlichen, undogmatischen Marxismus mit Einflüssen auf Brecht, Benjamin, die Frankfurter Schule oder auch Sartre darstellt. Seit den 30er Jahren hat sich dann der ungarische Philosoph um eine systematische marxistische Ästhetik und Literaturtheorie bemüht, dann seit den 50er Jahren - und wieder aus dem sowjetischem Exil in seine ungarische Heimat zurückgekehrt - auch um eine auf ontologischer Grundlage basierende Ethik, deren gemeinsamer Fluchtpunkt die Überwindung des Stalinismus sowie überhaupt eines dogmatische verstandenen Marxismus ist.

Publikationen

Jung, Werner und Antonia Opitz (Hg.): Sozialismus und Demokratie. Georg Lukacs´ Überlegungen zu einem ungelöstem Problem. Rosa-Luxemburg-Stiftung-Sachsen: Leipzig 2002.
Benseler, Frank und Werner Jung (Hg.): Lukacs 2000. Jahrbuch der Internationalen Georg-Lukacs-Gesellschaft. Aisthesis: Bielefeld 2002 (insgesamt sind 6 Bände erschienen, die ersten beiden im Verlag Peter Lang).
Jung, Werner: Von der Utopie zur Ontologie. Lukacs-Studien. Aisthesis: Bielefeld 2001.

Bewerbung möglich
0
Aktualisiert am
05.09.2011