NRW Literatur im Netz

Sebastian Ybbs - Arbeitsproben

aus: Ein Außerirdischer in der Wallonie

Eine Zukunft zu haben ist etwas Feines. Tag für Tag Gedanken darüber zu verlieren, was Morgen, was im Verlauf der Woche und was in diesem Jahr passieren wird, kann hingegen zum Zwang werden. Wenn man darunter die Gegenwart verliert, dann mutiert auch die Zukunft zu einem unwirklichen Gebilde.

aus: Der Mann im Schatten

Licht kann man nicht hören und einen Schrei kann man nicht sehen.
"Ich habe den Vorteil, dass ich der Leere eine Gedankenwelt entgegen setzen kann." Alfred lacht in ein Vakuum hinein.
Das Wesentliche, an das ich denke, ist nicht politisch, es sind die menschlichen Aspekte, es ist die Tragödie, das Feinsinnige unserer Empfindungen, das man über das Große und Ganze stellen muss.

Ein paar Aphorismen

Ich schreibe, weil ich Gedankenlöcher füllen will.


Worte nehmen den Ereignissen ihren Geruch.
Dagegen werde ich jetzt anstinken.


Wenn der Geist mehr einfordert,
als das Leben zu bieten hat,
ist Illusion alles


Ich liebe den Extremismus wenn er lächelt
nicht, wenn er zerstört


Ich habe die Ewigkeit schon gewonnen,
aber ich kann sie nicht festhalten

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