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Ingrid Noll

Bürgerl. Name
Ingrid Noll
Jahrgang
1935
Geburtsort
Shanghai
Wohnort
Weinheim
Orte
Bad Godesberg, Bonn
Regionen
Rheinland komplett, Rheinschiene
Genres
Thriller/Kriminalroman
Vita

Geboren am 29. September 1935 in Shanghai. Wuchs als Tochter eines Arztes in Nanking auf und kam 1949 mit ihren Eltern und Geschwistern nach Deutschland. Sie besuchte die Schule in Bad Godesberg, machte 1954 ihr Abitur und studierte für kurze Zeit an der Universität Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Danach jobbte sie bis zu ihrer Heirat 1959 in verschiedenen Berufen. Nach ersten Versuchen in ihrer Jugendzeit begann sie erst im Alter von 55 Jahren wieder zu schreiben. Neben Kindergeschichten entstand ihr erster Kriminalroman "Der Hahn ist tot". Die "deutsche Patricia Highsmith" (Salzburger Nachrichten) erhielt bereits für ihren zweiten Roman "Die Häupter meiner Lieben" 1994 den Glauser, den Autorenpreis für deutsche Kriminalliteratur des "Syndikats", und stand mit diesem Roman 77 Wochen in den Bestsellerlisten. 2005 erhielt sie zudem den "Friedrich-Glauser-Ehrenpreis der Autoren" für ihr Gesamtwerk. Sechs ihrer Romane wurden bisher verfilmt. Übersetzungen in 25 Sprachen. Ingrid Noll lebt heute in Weinheim.

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Auszeichnungen

2005 Ehrenglauser
2002 Verdienstmedallie des Landes Baden-Württemberg für literarische Verdienste
1994 Glauser, Autorenpreis für deutsche Kriminalliteratur, vergeben vom "Syndikat"

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Krimi

Halali. Diogenes: Zürich 2017.
Der Mittagstisch. Diogenes: Zürich 2015.
Hab und Gier. Diogenes: Zürich 2014 (E-Book: 2014).
Über Bord. Diogenes: Zürich 2012.
Ehrenwort. Diogenes: Zürich 2010 (E-Book: 2012).
Kuckuckskind. Diogenes: Zürich 2008.
Ladylike. Diogenes: Zürich 2006.
Falsche Zungen. Kurzgeschichten. Diogenes: Zürich 2004.
Rabenbrüder. Diogenes: Zürich 2003 (E-Book: 2012).
Selige Witwen. Diogenes: Zürich 2001.
Die Sekretärin. Drei Rachegeschichten. Diogenes: Zürich 2000.
Das Gipfeltreffen. Kettenroman. Gem. mit Doris Gercke, Edith Kneifl, Regula Venske, Frank Göhre, Gisbert Haefs, Karr & Wehner, Robert Hültner und Jürgen Alberts. Heyne: München 2000.
Röslein rot. Diogenes: Zürich 1998.
Stich für Stich. Fünf schlimme Geschichten. Diogenes: Zürich 1997.
Kalt ist der Abendhauch. Diogenes: Zürich 1996 (E-Book: 2013).
Der Schweinepascha. Diogenes: Zürich 1996.
Die Apothekerin. Diogenes: Zürich 1994 (E-Book: 2012).
Die Häupter meiner Lieben. Diogenes: Zürich 1993 (E-Book: 2012).
Der Hahn ist tot. Diogenes: Zürich 1991 (E-Book: 2012).

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Funk

Der Hahn ist tot. Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman. Bearbeitung: Andrea Czesienski. Deutschlandradio Berlin: 1997.
Der Hahn ist tot. Regie Peter Steinbach. 300 Min. DRS: 1996.

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Fernsehen

Ladylike. Jetzt erst recht! Fernsehfilm. Drehbuch: Christian Schnalke, Regie: Vanessa Jopp. ZDF: 29.11.2010.
Der Hahn ist tot. Fernsehfilm. Drehbuch: Fabian Thaesler, Regie: Hermine Huntgeburth. 90 Min. ZDF: 10.01.2000.
Bommels Billigflüge. Fernsehfilm. Drehbuch: Ingrid Noll, Regie: Claus-Michael Rohne. 90 Min. ARD: 29.12.1993.

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Film

Kalt ist der Abendhauch. Kinofilm. 124 Min. Drehbuch: Kathrin Richter und Ralf Hertwig, Regie: Rainer Kaufmann. EA Kino: 21.09.2000.
Die Häupter meiner Lieben. Kinofilm. 90 Min. Drehbuch: Knut Boeser und Christian Lyra, Regie: Hans-Günther Bücking. EA Kino: 29.07.1999.
Die Apothekerin. Kinofilm. 105 Min. Drehbuch: Ralf Hertwig und Kathrin Richter, Regie: Rainer Kaufmann. EA Kino: 02.10.1997 (TV: 18.05.1999).

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Sonstige Medien

Hab und Gier. Hörbuch. 5 CDs. Diogenes: Zürich 2014.
Über Bord. Hörbuch. 6 CDs. Diogenes: Zürich 2012.
Ehrenwort. Hörbuch. 6 CDs. Diogenes: Zürich 2010.
Weihnachten mit Ingrid Noll. Hörbuch. 1 CD. Diogenes: Zürich 2010.
Fisherman's Friend. Hörbuch. 2 CDs. Diogenes: Zürich 2009.
Die Rosemarie-Hirte-Romane. Der Hahn ist tot / Die Apothekerin. Hörbuch. 2 MP3-CDs. Diogenes: Zürich 2008.
Kuckuckskind. Hörbuch. 6 CDs. Diogenes: Zürich 2008.
Falsche Zungen. Hörbuch. 1 CD. Diogenes: Zürich 2007.
Ladylike. Hörbuch. 7 CDs. Diogenes: Zürich 2006.
Die Sekretärin. Hörbuch. steinbach sprechende Bücher: Schwäbisch Hall 2001.
Stich für Stich. Hörbuch. steinbach sprechende bücher: Schwäbisch Hall 1998.
Die Häupter meine Lieben. Hörbuch. steinbach sprechende bücher: Schwäbisch Hall 1998.
Kalt ist der Abendhauch. Hörbuch. 6 MCs. steinbach sprechende bücher: Schwäbisch Hall 1997.
Die Apothekerin. Hörbuch. schumm sprechende Bücher: Schwäbisch Hall o.J.
Der Hahn ist tot. Hörbuch. schumm sprechende Bücher: Schwäbisch Hall o.J.

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Anthologie

In: Früher war noch viel mehr Lametta. Hinterhältige Weihnachtsgeschichten. Hrsg. von Daniel Kampa. Diogenes: Zürich 2007 (auch als Hörbuch: 2008).
In: Früher war mehr Herz. Hinterhältige Liebesgeschichten. Hrsg. von Daniel Kampa. Diogenes: Zürich 2008 (auch als Hörbuch: 2008).
In: Früher war mehr Strand. Hinterhältige Reisegeschichten. Hrsg. von Daniel Kampa. Diogenes: Zürich 2007 (auch als Hörbuch: 2007).
In: Früher war noch mehr Lametta. Hinterhältige Weihnachtsgeschichten. Hrsg. von Daniel Kampa. Diogenes: Zürich 2006 (auch als Hörbuch: 2007).
In: Früher war mehr Lametta. Hinterhältige Weihnachtsgeschichten. Hrsg. von Daniel Kampa und Daniel Keel. Diogenes: Zürich 2005 (auch als Hörbuch: 2006).

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Sonstige Veröffentlichungen

Übersetzungen:
Die Häupter meiner Lieben. Bulgarisch, Dänisch, Englisch, Französisch, Griechisch, Holländisch, Italienisch, Spanisch, Schwedisch, Türkisch.
Der Hahn ist tot. Dänisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Katalanisch, Lettisch, Polnisch, Spanisch, Schwedisch, Tschechisch, Ungarisch.
Die Apothekerin. Dänisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Holländisch, Japanisch, Koreanisch, Kroatisch, Portugiesisch, Spanisch, Schwedisch.
Röslein rot. Dänisch, Französisch, Holländisch, Kroatisch, Spanisch, Schwedisch, Chinesisch.
Kalt ist der Abendhauch. Holländisch, Litauisch, Spanisch, Schwedisch.

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Selbstauskunft

Frage: Sie haben ja erst mit 55 Jahren angefangen zu schreiben. Warum eigentlich?
Noll: Früher hatte ich einfach keine Zeit für so einen Luxus. Ich habe drei Kinder aufgezogen und in der Arztpraxis meines Mannes mitgearbeitet. Aber das Schreiben ist tatsächlich schon immer mein geheimer Wunsch gewesen – von Kindheit an.

Frage: Wie ist Ihr erstes Manuskript von Ihrem Schreibtisch in die Druckmaschinen des Diogenes Verlags geraten?
Noll: Ich hatte großes Glück. Nachdem mich alle Freunde, Verwandte und Geschwister immer wieder ermuntert hatten, damit doch an die Öffentlichkeit zu gehen, habe ich "Der Hahn ist tot" einfach an meinen Lieblingsverlag, eben Diogenes, geschickt und hatte prompt Erfolg. Der Roman fand sofort die begeisterte Zustimmung der Lektoren [...].

Frage: Ist der Stoff das Produkt ihrer Imagination oder verweben Sie darin persönliche Erlebnisse?
Noll: Sowohl als auch. Ich hatte schon immer eine blühende Phantasie. Bereits als Kind galt ich als die Spinnerin in unserer Familie. Aber natürlich ist das Leben nicht spurlos an mir vorübergegangen. Aufgrund meines doch eher fortgeschrittenen Alters habe ich schon eine Menge Leute und unterschiedlichste Mentalitäten kennengelernt – dieses Sammelsurium an Bildern, Gesprächen und Erlebnissen treibe ich durch den literarischen Mixer, mische alles neu und schaffe so die Charaktere meiner Romane.

© Fragen an Ingrid Noll im Presseheft zum Film "Die Apothekerin".

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Quellenangaben
Eigenrecherche
Sonstige Quellen

Lexikon der deutschen Krimi-Autoren – Internet-Edition

Bildquelle
(c) Regine Mosimann, Diogenes Verlag
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Aktualisiert am
20.11.2017

 

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