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Ulla Hahn

Bürgerl. Name
Ulla Hahn
Jahrgang
1946
Geburtsort
Brachthausen
Wohnort
Hamburg
Orte
Brachthausen, Monheim/Rhein
Regionen
Rheinland komplett, Westfalen komplett, Rheinschiene, Südwestfalen
Genres
Prosa, Lyrik
Vita

Geboren am 30. April 1946 in Brachthausen (Sauerland). Ulla Hahn wächst in Monheim am Rhein auf. Sie absolviert eine Bürolehre und holt später ihr Abitur nach. In Köln und Hamburg studiert sie anschließend Germanistik, Soziologie und Geschichte. Ihre Dissertation über "operative Literaturformen" zählt inzwischen zu den Standardwerken der Germanistik zu diesem Thema. Ab 1978 ist Ulla Hahn als Lehrbeauftragte an den Universitäten Hamburg, Bremen und Oldenburg tätig, von 1979 bis 1989 arbeitet sie als Kulturredakteurin bei Radio Bremen. In den 80er Jahren wird sie zu einer der erfolgreichsten deutschen Lyrikerinnen, nachdem sie Anfang 1981 mit dem Gedichtband "Herz über Kopf" debütiert hatte. Ihre Gedichte zählen zum Unterrichtsstoff an Schulen und Universitäten. 1994 hat sie die Poetik-Dozentur in Heidelberg inne. Sie lebt mit ihrem Mann, dem SPD-Politiker und ehemaligen Hamburger Bürgermeister, Klaus von Dohnanyi in Hamburg.

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Auszeichnungen

2013 Ehrenmitgliedschaft der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft
2011 Ehrendoktorwürde der Neuphilologischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
2010 Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen
2010 Ida-Dehmel-Literaturpreis
2006 Hertha-Koenig-Literaturpreis
2006 Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis
2002 Deutscher Bücherpreis, Sparte Belletristik (für: Das verborgene Wort)
1994 Cicero Preis, Sparte Kultur
1987/88 Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim
1986 Roswitha-von-Gandersheim-Medaille
1985 Märkisches Stipendium für Literatur
1985 Friedrich-Hölderlin-Preis
1981 Villa Massimo Stipendium Rom
1981 Leonce-und-Lena-Preis

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Prosa

Spiel der Zeit. DVA: München 2014 (TB-Ausgabe DVA: München 2016).
Aufbruch. DVA: München 2009.
Dichter in der Welt. Mein Schreiben und Lesen. DVA: München 2006.
Liebesarten. DVA: München 2003.
Unscharfe Bilder. DVA: München 2003.
Das verborgene Wort. Roman. DVA: Stuttgart 2001 (TB-Ausgabe dtv: München 2003).
Ein Mann im Haus. Roman. DVA: Stuttgart 1991 (TB-Ausgabe dtv: München 1994; 4. Aufl. 2000).

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Lyrik

Gesammelte Gedichte. DVA: München 2013.
Wieder Worte. Gedichte. DVA: Stuttgart 2011.
So offen die Welt. Gedichte. DVA: Stuttgart 2004.
Süßapfel rot. Gedichte. Mit einem Nachwort. Reclam: Ditzingen 2003.
Gedichte fürs Gedächtnis. Zum Inwendig-Lernen und Auswendig-Sagen. DVA: Stuttgart 1999 (20. Aufl. 2008).
Galileo und zwei Frauen. Gedichte. DVA: Stuttgart 1997.
Schloss umschlungen. Gedichte. Ehrenpreis der Literarischen Gesellschaft zur 800-Jahr-Feier von Heidelberg. Edition Pongratz: Hauzenberg 1996.
Epikurs Garten. Gedichte. DVA: Stuttgart 1995.
Liebesgedichte. DVA: Stuttgart 1993.
Klima für Engel. Gedichte. dtv: München 1993.
Unerhörte Nähe. Gedichte. Mit einem Anhang für den, der fragt. DVA: Stuttgart 1988.
Freudenfeuer. Gedichte. DVA: Stuttgart 1985 (3. Aufl. 1989).
Spielende. Gedichte. DVA: Stuttgart 1983 (5. Aufl. 1987).
Herz über Kopf. Gedichte. DVA: Stuttgart 1981 (12. Aufl. 1994).

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Sonstige Medien

Ulla Hahn liest Wiederworte. Der Hörverlag: München 2011.
Ulla Hahn liest Das verborgene Wort. 2 CDs. Der Audioverlag: Berlin 2000.
Bildlich gesprochen. Gelesen von Ulla Hahn. CD. Der Hörverlag: München 1999.

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Sachbuch

Poesie und Vergnügen - Poesie und Verantwortung. [Vorträge: 26. Mai 1994 und 30. Juni 1994]. Müller, Jur. Verlag: Heidelberg 1994 (= Heidelberger Universitätsreden; Bd. 7).
Günter Wallraff. Zusammen mit Michael Töteberg. Beck, Edition Text und Kritik: München 1979.
Literatur in der Aktion. Zur Entwicklung operativer Literaturformen in der Bundesrepublik. Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion: Wiesbaden 1978 (Zugl.: Hamburg, Univ., Fachbereich Sprachwiss., Diss., 1978 u.d.T.: Entwicklungstendenzen in der westdeutschen demokratischen und sozialistischen Literatur der sechziger Jahre).

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Anthologie

Zahlreiche Gedichte in Anthologien und Zeitschriften, mehrfach in der "Frankfurter Anthologie".

In Auswahl:
Silberwölklein flogen. Zu Nikolaus Lenau: Der Postillion. In: Nikolaus Lenau heute gelesen. Hrsg. von Gudrun Heinecke. Braumüller: Wien 2000.
Annette von Droste-Hülshoff. Zum 200. Geburtstag der Dichterin, die mit ihrer Naturlyrik die Grenze des poetischen Sprechens erweiterte; hinter der Maske des Edelfräuleins. In: Droste-Jahrbuch. Bd. 4. (1997/98) Aschendorff: Münster 2000.
Natürlich geht mich Ihr Privatleben nichts an. Ein Brief an Marianne von Willemer. In: Die großen Frankfurter. Hrsg. von Hans Sarkowicz. Insel: Frankfurt/M., Leipzig 1994.
Die Dichterin Else Lasker Schüler. In: Literarische Profile. Hrsg. von Walter Hinderer. Athenäum: Königstein/Taunus 1982.
Romane mit Gebrauchswert. Zur Romanproduktion des Werkkreises "Literatur der Arbeitswelt". Gem. mit Uwe Naumann. In: Basis 8, Jahrbuch für deutsche Gegenwartsliteratur. Hrsg. von Reinhold Grimm, Jost Hermand. Suhrkamp: Frankfurt/M. 1978.
Der Freie Deutsche Kulturbund in Großbritannien. Eine Skizze seiner Geschichte. In: Antifaschistische Literatur. Programme, Autoren, Werke. Hrsg. von Lutz Winckler. Bd. 2. Scriptor: Kronberg 1977, S. 131-195.

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Herausgeberschaften

Gertrud Kolmar: Liebesgedichte. Reclam: Stuttgart 2014.
Heinrich Heine: Liebesgedichte. Reclam: Stuttgart 2011.
Johann Wolfgang von Goethe: Liebesgedichte II. Reclam: Stuttgart 2011.
Johann Wolfgang von Goethe: Liebesgedichte I. Reclam: Stuttgart 2011.
John Donne: Liebesgedichte. Reclam: Stuttgart 2011.
Stimmen im Kanon. Deutsche Gedichte. Reclam: Stuttgart 2003.
In meinem Turm in den Wolken. Else-Lasker-Schüler-Almanach 5. Gem. mit Hajo Jahn. Hammer: Wuppertal 2002.
Gedichte fürs Gedächtnis. Zum Inwendig-Lernen und Auswendig-Sagen. Ausgewählt und kommentiert von Ulla Hahn. Mit einem Nachwort von Klaus von Dohnanyi. DVA: Stuttgart 1999 (10. Aufl. 2001).
Stechäpfel. Gedichte von Frauen aus drei Jahrtausenden. Reclam: Stuttgart 1992.
Gertrud von le Fort: Die Tochter Farinatas. Suhrkamp: Frankfurt/M. 1985.
Gertrud Kolmar: Gedichte. Suhrkamp: Frankfurt/M. 1983.
Stephan Hermlin: Aufsätze - Reportage - Reden - Interviews. Hanser: München, Wien 1980 (TB-Ausgabe S. Fischer: Frankfurt/M. 1983).

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Über Werk und Autor

Boris Hoge: Deutsche Täter, russische Opfer und Strategien der Verunklärung in Ulla Hahns "Unscharfe Bilder". In: Ders.: Schreiben über Russland. Die Konstruktion von Raum, Geschichte und kultureller Identität in deutschen Erzähltexten seit 1989. Winter: Heidelberg 2012.
Helfen jetzt Worte, Frau Hahn? Peter Voß im Gespräch mit Ulla Hahn. Videokassette. SWR: 2001.
Peter von Matt: Die verdächtige Pracht. Über Dichter und Gedichte. Hanser: München, Wien 1998.
Susanne Baackmann: Erklär mir Liebe. Weibliche Schreibweisen von Liebe in der Gegenwartsliteratur. Argument: Hamburg 1995.
Schreiben, um die Sehnsucht wachzuhalten. Gespräch mit Ulla Hahn. In: Ich glaube nicht, daß ich Atheist bin. Neue Gespräche über Religion und Literatur. Hrsg. von Karl-Josef Kuschel. Piper: München 1992.
Harald Fricke: Moderne Lyrik als Normabweichung. In: Lyrik - Erlebnis und Kritik. Hrsg. von Lothar Jordan et. al. S. Fischer: Frankfurt/M. 1988.
Kleines expressionistisches Geburtstagsbrevier. Hrsg. von Peter Engel und Michael Kellner. Michael Kellner: Hamburg 1987.
Michael Braun: Der poetische Augenblick. Essays zur Gegenwartsliteratur. Vis-a-Vis : Berlin 1986.
KLG (Beitrag von Michael Braun)
Munzinger Archiv

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Quellenangaben
Autorenauskunft, Eigenrecherche
Bildquelle
© Karin Rocholl
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Aktualisiert am
27.02.2017

 

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