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Ingo Erbe

Bürgerl. Name
Ingo Erbe
Jahrgang
1939
Geburtsort
Hagen
Wohnort
Essen
Orte
Essen
Regionen
Rheinland komplett, Westfalen komplett, Ruhrgebiet, Südwestfalen
Genres
Prosa, Lyrik

Kontaktadresse
Sachsenring 150
45279 Essen
Deutschland

Telefon
 
privat
0201-8068073
mobil
0160-3105326
Telefax
0201-8068075

Email
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Vita

Geboren am 06.12.1939 in Hagen. Obwohl Erbe schon immer einen künstlerischen Beruf ergreifen wollte, wurde er zunächst Industriekaufmann. Als junger Mann reiste er durch die Welt, um fremde Kulturen filmisch fest zu halten und ließ sich dann vorrübergehend auf Kreta nieder. Hier schlug er den literarischen Weg ein. 1986 gründete er den waltan maren verlag. Darüber hinaus ist er Mitglied der Literaturwerkstatt der VHS in Essen und der Literaturwerkstatt Meiderich. Mittlerweile hat er zahlreiche Werke veröffentlicht und lebt teils in Essen und teils in Frankreich.

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Prosa

Zynismusial. Lyrik und Prosa. waltan maren: Essen 2003.
Norma und Materculina. Roman. waltan maren verlag: Essen (voraussichtlich 2003).
Seraphina. Roman. waltan maren verlag: Essen 1990.
Zyprianos Zynikos. Lyrik und Prosa. waltan maren verlag: Essen 1992.
Pyromania. Erzählungen. Riboth Verlag: Bonn 1985.

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Lyrik

friedlich, aber nicht kampflos. Lyrik und Prosa. Riboth Verlag: Bonn 1994.
Sanft. Lyrik und Prosa. waltan maren varlag: Essen 1993.
Zyprianos Zynikos. Lyrik und Prosa. waltan maren verlag: Essen 1992.
Bisswunden. Lyrik und Prosa. Riboth Verlag: Bonn 1986.
Herzwolf. Lyrik und Prosa. Riboth Verlag: Bonn 1983.
Lyrapolis. Lyrik und Prosa. Riboth Verlag: Bonn 1983.
Lyratio. Lyrik und Prosa. Riboth Verlag: Bonn 1982.
Wolkenbruch über Arkadien. Lyrik und Prosa. Riboth Verlag: Bonn 1981.

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Anthologie

Fassungslos. Lyrik. In: Kindkeit. Fouqué Literatur Verlag: Frankfurt am Main 2001.

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Selbstauskunft

Mein literarischer Weg ist eigentlich ein Umweg; ich wollte stets einen künstlerischen Beruf ergreifen, entschied mich dann aber doch, Industriekaufmann zu werden.

Als junger Mann ging ich auf Reisen. Meine Ziele waren u.a. Ägypten, Indien, Mexiko, Spanien, Israel, Griechenland und die Türkei, hauptsächlich aus kulturhistorischen Interessen. Die Erlebnisse meiner vielen Reisen hielt ich auf Schmalfilm fest. Doch reichte mir das Bild nicht, meine durchweg auf Leben und Wirken vergangener Kulturen ausgerichteten Filme brauchten Kommentare, Geräusche, Musik, die sich zu Geschichten zusammenfügten, wie bei „Ein Geschenk des Nils“ und „Steinerne Memoiren“. Meine literarische Ambition verdrängte die fotografische, ich wendete mich ab vom fotografischen Bild, ging hin zum sprachlichen, zu einer Synthese aus Lyrik und Prosa, wie mein ehemaliger Verleger, Thomas Bein, Riboth Verlag, befand.
Nach meinen vielen Reisen um die halbe Welt, fand ich ein zeitweises Domizil auf der vom Massentourismus noch nicht heimgesuchten Insel Kreta. Der Roman „Seraphina“, viele meiner Erzählungen und lyrischen Werke entstanden in dieser Abgeschiedenheit. Und ebenfalls legte sich hier meine literarische Bestimmung fest; mein Thema wurde das Kind, das Tier und die Natur, und alle drei Wesensarten stellte ich in direkten Zusammenhang.
Wie bei meinem filmischen Schaffen brauchte ich Vorbilder, die ich mir beschaffte, nicht zufällig, sondern „hingeführt“: ich umgab mich mit ansehnlichen und durchweg kostbaren Puppenkindern namhafter Künstlerinnen. Das war für mich keine Sammlung, vielmehr eine Gemeinschaft, die mir reichhaltigere Anlässe für literarisches Wirken bot und bietet („Die Puppenmacherin“). Aber auch meine Katzen und Ratten, ebenso Bellinis Opern, meine Hinwendung zum Gesang von Maria Callas („Norma und die Materculina“).
Doch mit dieser Hinwendung und dem damit verbundenen Einblick auch in begangene Verbrechen an Kindern, Tieren und der Natur, ging ich auf Distanz zur menschlichen Gesellschaft. Damit fiel auch mein bisherige in Filmen wirkende Achtung vergangener Kulturen hinab in die Überzeugung von immer waltendem menschlichen Fehlverhalten, mein „Zyprianos Zynikos“ erlaubt sich, darüber bissig-spöttisch herzuziehen.
Dennoch sind meine Werke keine traurigen Schilderungen gesellschaftlicher Missstände, das Verbrechen steht im Hintergrund, ist vage Kulisse, vorne springt zum Trotz die Freude mit der Liebe Seilchen, manchmal auch mit dem Zynismus.
Ich hielt Lesungen in vielen Städten, in NRW und darüber hinaus, wurde Mitglied der Literaturwerkstatt der VHS, Essen, der Kulturwerkstatt Meiderich und anderen künstlerischen Begegnungsstätten. Weil meine Bemühungen, meine Werke bei Verlagen unterzubringen ohne Erfolg bleiben, gründete ich 1986 den waltan maren verlag.
Ich lebe heute teils in Essen-Steele und teils in Frankreich, wenn ich mich nicht wieder einmal auf Maria Callas' Spuren befinde. Zur Zeit plane ich eine Reise nach Vietnam. Grund: ich möchte dort das Grab von Dr. Alexandré Yersin besuchen, jenes Mannes, der die Pest besiegte, und dessen Pragmatismus zu meinem Roman „Norma und Materculina“ mit anregte.

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Quellenangaben
Autorenauskunft
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Aktualisiert am
12.09.2011

 

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