Schimanek, Jürgen

Jürgen Schimanek

Bürgerl. Name
Jürgen Schimanek
Jahrgang
1939
Geburtsort
Münster
Wohnort
Gelsenkirchen
Orte
Münster, Düsseldorf, Köln, Gelsenkirchen
Regionen
Rheinland komplett, Westfalen komplett, Münsterland, Rheinschiene, Ruhrgebiet
Genres
Prosa, Satire
Kontaktadresse
Küppersbuschstr. 27, 45883 Gelsenkirchen, Deutschland
Telefon
 
privat
0209-9443622
Telefax
0209-9443622
Vita

Geboren am 08. August 1939 in Münster. Er studierte nach dem Abitur Modedesign, Komposition (bei B.-A. Zimmermann) und Malerei (bei K. O. Götz), fand später jedoch über Otto Jägersberg seinen Weg in die Literatur. Fast 20 Jahre lebte er in tropischen Ländern. 1988 ließ er sich in Gelsenkirchen nieder, wo er seine Fegefeuer Press gründete, in der zahlreiche seiner Gedichtobjekte erschienen. Er führt eigene Kompositionen und Performances auf und ist gerngesehener Gast bei unkonventionellen Kunstausstellungen und Präsentationen überall in Deutschland. Mit dem Roman „Negerweiß“ veröffentlichte er 2001 einen Seller. Die Presse nennt ihn Eulenspiegel, Fischverkäufer, Nestbeschmutzer, Alleskönner, Dichter zwischen Genie und Wahnsinn, Pythonfänger, bekennenden Ruhrpottler, Low-Budget-Duchamps, Ketzer, ubiquitärer Ideenspucker, fideler Kleinunternehmer, Worthauer und mehr.

Auszeichnungen

2007 Auslobung des Gedichts "Rathaus der Visionen" im Rahmen des Bürgerwettbewerbs "Bürger und AUF für ein Bürgerhaus Hans-Sachs-Haus" Gelsenkirchen

Prosa

Hörsse mich Küttelken? Geschichten von Vati und Mutti. Zinnober: Hamburg 1988.
Die Staatssekretätin. Roman aus Bonn. Eichborn: Frankfurt/M 1981.
Negerweiß. Deutsches Fernsehtraining in Afrika in 99 Einstellungen. Ein Entwicklungsroman. März/2001: Frankfurt/M. 1979.
Na, komm! Babettes schwerer Weg ins Glück. Melzer: Darmstadt 1969.

Lyrik

Mafiagedichte, Notariell geprüft und beglaubigt. Fegefeuer Press: Gelsenkirchen 2000.
Heda, Holla, Batzelohna! Fegefeuer Press: Gelsenkirchen 1992.

Anthologie

In: Frankfurter Bibliothek des zeitgenössischen Gedichts. Jahresbände 2000, 2002. Brentano-Gesellschaft: Frankfurt/M. 2002, 2000.
Kolumne in der taz-ruhr.
In: Bartkowiaks Forum book art: Hamburg 1993, 94, 96, 99, 2001.

Sonstige Veröffentlichungen

Feldmarker Globusgedichte zur Überwindung des Jahrtausends. Auf Globus: 1999.
Küppersbuscher (H)Erde. Kindergedichte von Metallen und Dämpfen. Auf Schutzstiefel in Plastikherz: 1993.
Wo bisse? Liebesgedichte aussem Schacht. Auf Pergamentpapier in Kniftendose: 1993.
Gelsenkirchener Blasrüsselgedichte. Kindergedichte auf Blasrüsseln: 1993.
Europagedichte des Tiefgaragenwächters. Gedichte auf Autoschlauch: 1993.
Der Stau ist eine blinde Kuh. Sprüche auf Autonackenstützen: Gelsenkirchen 1992.
Einwohnermeldeamt. 17 Verse, Sprüche und Lieder aus dem Gelsenkirchener Einwohnermeldeamt. Als Schuber mit handbedruckten Staubsaugerbeuteln: Gelsenkirchen 1992.
Emscherufer-Softorangen. Gedichte auf Schmirgelpapier: Gelsenkirchen 1991.

Performances/Öffentliche Veranstaltungen:
ARTSneien und Rezepte. Deutschlands erstes Apothekenkunst-Schaufenster. Rosen Apotheke: Gelsenkirchen 2007.
Male, Mühle, male; Worte alle Tage. Frisch aus ALPHA-BEETEn direkt auf den Ruhrpott-Teller. Zentralbibliothek: Gelsenkirchen 2007.
Schaufenstermusik von innen nach außen. Kunstschaufenster Coprian: Gelsenkirchen 2002.
Großer Kindernachmittag mit Hundeheul- Wettbewerb: Gelsenkirchen 2001.
Mythos Flint. Ruhrlandmuseum: Essen 2001.
In jedem steckt ein Schimaneck. Kunstschaufenster Coprian: Gelsenkirchen 2001.
Kinderseelenstücke. Opernhaus Wuppertal: Wuppertal 2000.
Deckenfresken aus dem Arbeitslosenhimmel. Kunstschaufenster Coprian: Gelsenkirchen 1998.
Beste Grüsse aus dem Arbeitslosenhimmel. Ratsfoyer: Gelsenkirchen 1998.
Schimm- an- eck, Stadtverwirbeler und Luftverdichter, Städtisches Museum: Gelsenkirchen 1998.
Kulturnachrichten aus der Südsee. Museum: Gelsenkirchen 1998.
Romanvernichtungsaktion. Flora: Gelsenkirchen 1997.
Frauenklang - Ich grolle nicht. Szenische Sonate in acht Sätzen. Flora: Gelsenkirchen 1997.
Eine kleine Äquatorparade rund um die deutsche Seele. Flora: Gelsenkirchen 1997.
Alte Volksstämme - verjagt, vergessen. Museum: Gelsenkirchen 1997.
Ein lutherischer Thesenanschlag. Evangelische Altstadtkirche: Gelsenkirchen 1997.
Pfui Teufel – die Engel sind da. Oratorium mit zügig durchgeführter Erlösung. Evangelische Altstadtkirche: Gelsenkirchen 1997.
In höchsten Tönen. Vitrinenausstellung. Zentralbibliothek: Gelsenkirchen 1997.
Neujahrsgruß ans Arbeitsamt. Gedichtperformance. Arbeitsamt. Gelsenkirchen 1997.
Ohne Hemd und Kragen – Eine pyramidale Himmelsobsession. Schaufenster Coprian: Gelsenkirchen 1997.
Fußbad – szenisches Musikstück. Kommunale Galerie: Gelsenkirchen 1996.
Lamento zu einer schwierigen Sitzposition. Komunale Gallerie: Gelsenkirchen 1996.
ich- gemütlich, Wohnwerk im Ratsfoyer. Kommunale Gallerie: Gelsenkirchen 1996.
Dichterwettsteit um die schönsten Reviergedichte. Kommunale Gallerie: Gelsenkirchen 1996.
Antichambre, Ideen- und Schreibwerkstatt im Ratsfoyer. Kommunale Gallerie: Gelsenkirchen 1996.
Unbekannte Viecher und Biester von Jürgen Schimanek entdeckt und skizziert. Kita- Rotthausen: Gelsenkirchen 1996.
Jürgen Schimanek vertickt Inge Meysels Reservegebiss. Awo: Gelsenkirchen 1996.
Schimanek im Schaufenster. Verkehrsverein: Gelsenkirchen 1996.
Brennt ein Lichtlein, zack, zack, zack – Adventsgedichtauktion. Koksbunker Mir: Gelsenkirchen 1995.
Die Welt ist keine Buxe mit drei Löchern – Lock- und Bordbücher aus 99 Ländern. Schaufenster Reisebüro Friedrich: Gelsenkirchen 1995.
Besenrein ins neue Jahr. Staubsaugerbeutelmalerei. Haushaltswarengeschäft Preute: Gelsenkirchen 1995.
Europagedicht des Tiefgaragenwächters. Europaplatz: Gelsenkirchen 1994.
Chefarzt- Gedicht auf Urinbeutel. Preisübergabe. Ev. Krankenhaus: Gelsenkirchen 1994.

Über Werk und Autor

Lebenskünstler und Wortverwirbler

Schimanek, du alte Gurke,
manche sehen dich als Schurke.
Schimanek, du großer Wal,
für andre bist'n Orginal.
Schimanek, du wilder Dichter
Hast unendlich viel Gesichter.
Dein Name sacht dein ganzen Zweck,
Bürgerschreck, oh, Schim-aneck!

Wem jemals die selten gewährte Ehre zuteil wird, einmal einen Blick in Jürgen Schimaneks "Psycho-Kammer" werfen zu dürfen, der weiß: Von diesem Mann ist noch viel zu erwarten. Das wird sicher nicht jede/n freuen. Soll es auch nicht, denn das wäre nicht im Sinne des Erfinders.
(...)
Aus: "Gelsenkirchener Profile". Aachen 2002.

Quellenangaben
Autorenauskunft
Bildquelle
Jürgen Schimanek
Aktualisiert am
13.09.2011