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Hans Bender

Bürgerl. Name
Hans Bender
Jahrgang
1919
Geburtsort
Mühlhausen/Kraichgau
Wohnort
Köln
Orte
Köln
Regionen
Rheinland komplett, Rheinschiene
Genres
Prosa, Lyrik

Kontaktadresse
Taubengasse 11
50676 Köln
Deutschland

Vita

Geboren am 01. Juli 1919 in Mühlhausen/Kraichgau. Sohn eines Gastwirts. Internatsjahre in Bruchsal und Sasbach. 1939 Abitur. Studium in Erlangen und Heidelberg (Germanistik, Publizistik, Kunstgeschichte, Philosophie). 1940-45 Soldat. Bis 1949 in russischer Gefangenschaft. Kurzzeitig Wiederaufnahme des Studiums in Heidelberg. Danach einige Jahre Kino-Pächter in Heidelberg und Oftersheim bei Schwetzingen. 1951/2 Gründer und Herausgeber der Konturen – Blätter für junge Dichtung. 1954-80 mit Walter Höllerer, später mit Michael Krüger Herausgeber (1968-76 Alleinherausgeber) der Akzente-Zeitschrift für Dichtung (ab 1969 für Literatur). 1962-88 Mitherausgeber des Jahresring (Jahrbuch für Kunst und Literatur). 1960-62 Feuilletonredakteur und -leiter der Deutschen Zeitung in Köln. 1962-64 Chefredakteur von magnum (Zeitschrift für das moderne Leben) in Köln. Vortragsreisen auf Einladung von Goethe-Instituten und Universitäten u.a. nach Australien, Neuseeland, Griechenland, in die Türkei und den Libanon. 1969 und 1979 Gastdozent und Adjunct Professor an der University of Texas in Austin. 1982 Dozent am Deutschen Institut der Universität Mainz. 1970-93 Advisory Editor der Zeitschrift Dimension: Contemporary German Arts and Letters (Austin/Texas). Bis 1990 freier Literaturrezensent der Süddeutschen Zeitung. Seit 1965 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz, seit 1970 der Akademie der Künste Berlin. Zahlreiche Übersetzungen seiner Kurzgeschichten, Erzählungen und Gedichte in andere Sprachen. Lebt seit 1959 in Köln.

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Auszeichnungen

2006 Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung
2005 Verdienstorden erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland
2000 Kulturpreis Köln
1996 Verleihung des Professorentitels durch das Land NRW
1994 Ehrenbürger der Gemeinde Mühlhausen/Kraichgau
1991 Orden des Landes NRW
1989 Wilhelm-Hausenstein-Ehrung der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (für Verdienste um kulturelle Vermittlung)
1988 Staatspreis für Literatur des Landes Rheinland-Pfalz
1987 Ehrengast der Villa Massimo in Rom
1986 Ehrendoktor der Universität Köln
1984 Jahresstipendium des Landes Baden-Württemberg
1979 Bundesverdienstkreuz
1978 Wilhelmine-Lübke-Preis (für: Das Inselbuch vom Alter)
1972 Premio Calabria (für Verdienste um die italienische Literatur)
1961 Förderpreis des Kulturkreises im BDI
1957 Kurzgeschichtenpreis der Süddeutschen Zeitung (für: In der Gondel)

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Prosa

"In der Stadt, wo du lebst..." - Hans Bender in Köln. Erster Band einer Reihe der Literaturarchive der Stadtbibliothek Köln. Verlag der Buchhandlung Klaus Bittner: Köln 2014.
Aufzeichnungen 2000-2007. Rimbaud: Aachen 2014.
Am Ufer sitzen. Aufzeichnungen. Mit einer Rede von Dittberner. Ed. Toni Pongratz: Hauzenberg 2006.
Glücklich die Stunde. Aufzeichnungen. Mit Arbeiten auf Papier von Bernard Schultze. Radius: Stuttgart 2003.
Jene Trauben des Zeuxis. Aufzeichnungen. Rimbaud: Aachen 2002 (in der Reihe: Über Malerei, Bd. 3).
Ich erzähle, ich erinnere mich. Dankesrede zur Verleihung des Kulturpreises Köln; Laudatio von Michael Krüger. Bouvier: Bonn 2001.
Ausgewählte Aufzeichnungen, Erzählungen und Gedichte. Hrsg. von Hugo Dittberner. Wissenschaftliche Buchgesellschaft: Darmstadt 1999.
Wie die Linien meiner Hand. Aufzeichnungen 1988-1998. Hanser: München 1999.
Geschichten aus dem Kraichgau. Wunderhorn: Heidelberg 1995.
Ich schreibe kurz. Aufzeichnungen 1994/95. edition fundamental: Köln 1995.
Die Orte, die Stunden. Aufzeichnungen. Edition Toni Pongratz: Hauzenberg 1992.
Gedichte und Prosa. Hrsg. von Karl Foldenhauer. Literarische Gesellschaft Scheffelbund: Karlsruhe 1990.
Postkarten aus Rom. Autobiographische Texte. Mit einem Nachwort von Michael Krüger ausg. von Hans Georg Schwark. Hanser: München 1989.
Bruderherz. Erzählungen. Hanser: München 1987.
Der Hund von Torcello. 32 Geschichten. Suhrkamp: Frankfurt/M 1984. (Neuausgabe: Rimbaud Verlag: Aachen 2007).
Einer von ihnen. Aufzeichnungen einiger Tage. Hanser: München 1979.
Die Wölfe kommen zurück. Kurzgeschichten. Reclam: Stuttgart 1972.
Aufzeichnungen einiger Tage 1970/1971. Literarisches Colloquium: Berlin 1971.
Wunschkost und Geschichten. Einführung von Hermann Kesten. Edito-Service: Genf 1970.
Worte, Bilder, Menschen. Geschichten - Roman - Berichte - Aufsätze. Hanser: München 1969 (Einmalige Sonderausgabe). Buchklub Ex Libris: Zürich 1969.
Die halbe Sonne. Geschichten und Reisebilder. Signal: Baden-Baden 1968.
Programm und Prosa der jungen deutschen Schriftsteller. Steiner, in Kommission für die Akademie der Wissenschaften und der Literatur: Wiesbaden 1967.
Mit dem Postschiff. 24 Geschichten. Hanser: München 1962.
Das wiegende Haus. Erzählungen. (mit autobiogr. Nachwort). Reclam: Stuttgart 1961.
Wunschkost. Roman. Hanser: München 1958.
Der Brotholer. Erzählung. Agentur des Rauhen Hauses: Hamburg 1958. (Neuausgabe Rimbaud Verlag: Aachen 2006).
Wölfe und Tauben. Erzählungen. Hanser: München 1957.
Eine Sache wie die Liebe. Roman. Zsolnay: Hamburg 1954. (Deutscher Buchklub: Stuttgart 1965. Überarbeitete Fassung: Goldmann: München 1965. S. Fischer: Frankfurt/Main 1991.)
Die Hostie. Vier Stories. Eremiten-Presse: Frankfurt/Main 1953.

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Lyrik

Auf meine Art. Gedichte in vier Zeilen. Hanser: München 2012.
O Abendstunde. Ausgewählte Gedichte. Nachwort von Arnold Stadler. Keicher: Warmbronn 2011.
Wie es kommen wird. Meine Vierzeiler. Edition Akzente bei Hanser: München 2009.
Ritus der Wiederkehr (Gedichte in vier Zeilen). Mit 12 Linolschitten von Zoppe Voskuhl. Berlin: Corvinus Presse o.J..
Verweilen, gehen. Gedichte in vier Zeilen. Rimbaud: Aachen 2003.
Nachmittag, Ende September. Vierzeiler. edition fundamental im Verlag der Buchhandlung K. Bittner: Köln 2000.
Jahrmarkt (Bibliophiler Einblattdruck). edition bergelmühle: Edenkoben 1999.
schwarz auf weiß. Sechzehn Vierzeiler. U. Keicher: Warmbronn 1998.
Hier bleiben wir. Gedichte. ZYPresse: Köln 1992.
Lyrische Biograhie. Gedichte. Werkkunstschule: Wuppertal 1957.
Gedichte. Feuerkreis: Aschau 1952.
Fremde soll vorüber sein. Gedichte. Feuerkreis: Augsburg 1951.

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Fernsehen

Geteilt der Welt gehören. Ein (Hans Bender) Porträt. WDR 1997.
Meine Begegnung mit Theodor Fontane. WDR 1982.

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Anthologie

In Auswahl:

Er wollte wohl eine Szene mit mir spielen. In: Was reden die Leute. Begegnungen mit Thomas Bernhard. Aufgezeichnet von Sepp Deisinger. Müry Salzmann: Salzburg 2011.
Rauchig ist die Stadt meiner Mutter. Ernst Meister 1911-1979. In: Ernst Meister Jahrbuch 8. Rimbaud: Aachen 2002.
Die Kirche, die Theophano liebte (St. Pantaleon). In: Romanik in Köln. Eine Anthologie über die Kirchen. Hg. vom Förderverein Romanische Kirchen. Greven: Köln 2001.
Zum Briefwechsel mit Elias Canetti. In: Sinn und Form, 2/2000.
Das Mahl in Emmaus. In: Friedrich Schorlemmer (Hg.): Mein Bibeltext. Radius: Stuttgart 1999.
Laudatio auf Walter Höllerer zur Verleihung des Horst-Bienek-Preises. In: Sinn und Form, 2/1994.
Fett und kurz von Atem. Über Georg Brittings Lebenslauf eines dicken Mannes, der Hamlet hieß. In: Marcel Reich-Ranicki (Hg.): Romane von gestern – heute gelesen, Bd. 2. Fischer: Frankfurt/M 1996.
Vielleicht erinnern Sie sich meiner. Rolf Dieter Brinkmann und die Akzente. In: Literaturmagazin Nr. 36: Sonderheft R. D. Brinkmann. 1995.
Das Gedicht dient dem Erkenntnisprozeß. An den Lyriker Wolfdietrich Schnurre zu erinnern. In: Ilse-Rose Warg (Hg.): Er bleibt dabei. Schnurre zum 75. Erinnerungen und Studien. Paderborn: Igel (Reihe Literatur und Medienwissenschaft Bd. 36). 1995.
Zigarren für Chlestakow. Eine Erinnerung. In: Akzente, 3/1994.
Die Bindung dauert fort. Rede und Einführung zur Ausstellung Ernst Meister in Hagen (1991). In: Jahrbuch der Ernst-Meister-Gesellschaft 1992/93. Rimbaud: Aachen 1994.
Immer zurück zum Pruth (Rose Ausländers Gesammelte Gedichte). In: Helmut Braun (Hg.): Rose Ausländer. Materialien zu Leben und Werk. Fischer: Frankfurt/M 1991.
Besuch bei Benn. In: Bruno Hillenbrand (Hg.): Über Gottfried Benn. Kritische Stimmen, Bd. 2. Fischer: Frankfurt/M 1987.
An einen Lehrer in Kleve. In: Herbert Hoven (Hg.): Literatur und Lernen. Zur berufsmäßigen Aneignung von Literatur. Luchterhand: Darmstadt 1985.
Von Anthologien, ihren Feinden und Freunden. In: Jens Jessen (Hg.): Über Marcel Reich-Ranicki. Aufsätze und Kommentare. Deutscher Taschenbuch Verlag: München 1985.
Willst du nicht beitreten? In: Marcel Reich-Ranicki (Hg.): Meine Schulzeit im Dritten Reich. Erinnerungen deutscher Schriftsteller. Kiepenheuer & Witsch: Köln 1982. 7., erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuchverlag: München 1998.
Hans Bender über Theodor Fontane. In: Hans Jürgen Schultz (Hg.): Journalisten über Journalisten. Kindler: München 1980.
Zeitverwandtschaft – 25 Jahre Akzente. In: Akzente, 1/2/1979.
Es ist Zeit. Brief an Heinrich Böll.In: LiK – Literatur in Köln, 8/1977.
Der Herausgeber und sein Redactor (Ferdinand Lion). Ein Nebenkapitel der Thomas-Mann-Biographie. In: Text + Kritik, Sonderband Thomas Mann. 1976.
Konkretes Engagement. Laudatio auf Joseph Breitbach. In: Neue Rundschau, 86. Jg., H. 3/1975.
Ortsbestimmung der Kurzgeschichte. In: Hans Bungert (Hg.): Die amerikanische Short Story. Wissenschaftliche Buchgesellschaft: Darmstadt 1972 (Wege der Forschung Bd. CCLVI).
Ein Jubiläum der Literatur. Hundert Jahre Reclams Universal-Bibliothek. In: 100 Jahre Universal-Bibliothek 10. November 1967. Reclam: Stuttgart 1967.
Die Aufgabe, eine Geschichte zu erzählen: In: O + 20 Almanach der Nymphenburger Verlagshandlung. Nymphenburger: München 1966.
Streitbarer Pegasus: V.O. Stomps. In: Civis, 9/1966.
Die geheime Freiheit. Brief nach Rußland. In: Neue Rundschau, 4/1966.

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Herausgeberschaften

Komm, schöne Katze. Gedichte, Prosa und farbige Fotografien (zus. mit Hans Georg Schwark). Insel: Frankfurt/M, Leipzig 1997.
Im Totengarten. Portraits berühmter Gräber (zus. mit dem Fotografen Peter Andreas). DVA: Stuttgart 1996.
Jahreszeiten. Insel-Kalender 1995. Insel: Frankfurt/M 1994.
Nikolaus Lenau: Stimme des Windes. Gedichte. Tiessen: Neu-Isenburg 1994.
Schwarzwald und Oberrhein. Der literarische Führer (zus. mit Fred Oberhauser). Insel: Frankfurt/M, Leipzig 1993.
Conrad Ferdinand Meyer: Gedichte. Tiessen: Neu-Isenburg 1993.
Friedrich Hebbel: Gedichte. Tiessen: Neu-Isenburg 1993.
Heinrich Heine: Gedichte. Tiessen: Neu-Isenburg 1993.
Eduard Mörike: Gedichte. Tiessen: Neu-Isenburg 1992.
August von Platen: Gedichte. Tiessen: Neu-Isenburg 1992.
Joseph von Eichendorff: Gedichte. Tiessen: Neu-Isenburg 1992.
Wer einer Geschichte zuhört. Erzählungen von Friedrich Schiller bis Ferdinand von Saar. Gutenberg: Frankfurt/M, Wien 1990.
Capri. Ein Lesebuch (zus. mit Hans Georg Schwark). Insel: Frankfurt/M 1988.
Was sind das für Zeiten. Deutschsprachige Gedichte der achtziger Jahre. Hanser: München 1988. (Fischer: Frankfurt/M 1990.)
Als Allerschönste bist du anerkannt (Rosen-Gedichte). Tiessen: Neu-Isenburg 1987.
Wolfgang Weyrauch: Atom und Aloe. Gesammelte Gedichte. Frankfurter Verlagsanstalt: Frankfurt/M 1987. (Reclam: Leipzig 1991.)
Annette Kolb/René Schickele: Briefe im Exil 1933-1940. In Zusammenarbeit mit Heidemarie Gruppe. V. Hase & Koehler: Mainz 1987.
Spiele ohne Ende. Erzählungen aus hundert Jahren. Fischer: Frankfurt/M 1986.
Das Frühlingsbuch. Gedichte und Prosa (zus. mit Nikolaus Wolters). Insel: Frankfurt/M 1986.
Als das Licht verlöschte. 30 Nachtgedichte (zus. mit Nikolaus Wolters). Tiessen: Neu-Isenburg 1985.
Deutsche Erzähler 1920-1960. Reclam: Stuttgart 1985.
Das Insel Buch der Gärten. Insel: Frankfurt/M 1985. (U.d.T: Das Gartenbuch. Gedichte und Prosa. Insel: Frankfurt/M 1998.)
Das Sommerbuch. Gedichte und Prosa. Insel: Frankfurt/M 1985.
Deutsche Gedichte 1930-1960. Reclam: Stuttgart 1983.
Das Winterbuch. Gedichte und Prosa (zus. mit Hans Georg Schwark). Insel: Frankfurt/M 1983.
Deutsche Jugend (Anthologie aus autobiographischen Texten bedeutender Persönlichkeiten). Insel: Frankfurt/M 1983.
Geschichten aus dem Zweiten Weltkrieg (aus der Weltliteratur). Delphin: München 1983. (U.d.T.:Der Angriff. Geschichten aus dem Zweiten Weltkrieg. Lübbe: Bergisch Gladbach 1985.)
Das Katzenbuch. Von Katzen und ihren Freunden. Geschichten, Gedichte, Bilder (zus. mit Hans Georg Schwark). Insel: Frankfurt/M 1982.
Mein Gedicht ist die Welt. Bd. I: Deutsche Gedichte aus zwei Jahrhunderten 1780 bis 1912. Gutenberg: Frankfurt/Main 1982 (Bd. II hrsg. von Wolfgang Weyrauch).
Das Herbstbuch. Gedichte und Prosa. Insel: Frankfurt/M 1982.
Das Insel Buch der Freundschaft. Insel: Frankfurt/M 1980.
Heinrich Zimmermann: Reise um die Welt mit Capitain Cook. Erdmann: Tübingen 1978. (Insel: Frankfurt/M 1981.)
Das Insel Buch vom Reisen. Insel: Frankfurt/M 1978.
In diesem Lande leben wir. Deutsche Gedichte der Gegenwart. Hanser: München 1978. (Fischer: Frankfurt/M 1980.)
Was alles hat Platz in einem Gedicht? Aufsätze zur deutschen Lyrik seit 1965 (zus. mit Michael Krüger). Hanser: München 1977.
V.O. Stomps: Fabel vom Bahndamm und andere Fabeln & Texte. Eremiten-Presse: Düsseldorf 1977.
Marie Luise Kaschnitz: Der Tulpenmann. Erzählungen. Reclam: Stuttgart 1976.
Das Insel Buch vom Alter. Insel: Frankfurt/M 1976.
Sonne, Mond und Sterne. Gedichte, Prosa und Bilder. Insle: Frankfut/M 1976.
Heinz Schöffler: Über Maler. Über Dichter. (zus. mit Bernd Goldmann und Christoph Stoll). V. Hase & Koehler: Mainz 1975.
Hermann Hesse: Hermann Lauscher. Reclam: Stuttgart 1974.
Insel-Almanach auf das Jahr 1971 (Marie Luise Kaschnitz gewidmet). Insel: Frankfurt/M 1970.
Cesare Pavese: Die Nacht von San Rocco. Erzählungen. Reclam: Stuttgart 1969.
Klassiker des Feuilletons. Reclam: Stuttgart 1965.
Il dissenso. 19 nuovi scrittori tedesci. Feltrinelli: Mailand 1962 (Le comete 19/panorami 1).
Widerspiel. Deutsche Lyrik seit 1945. Moderner Buch-Club: Darmsatdt 1961. (Hanser: München 1962.)
Junge Lyrik. Eine Auslese (vier Folgen). Hanser: München 1956, 1957, 1958, 1960.
Mein Gedicht ist mein Messer. Lyriker zu ihren Gedichten. Rothe: Heidelberg 1955, 1969. (Erweiterte Fassung: List: München 1969.)

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Sonstige Veröffentlichungen

Rose Ausländer/Hans Bender: Briefe und Dokumente 1958-1995. Hg. Helmut Braun. Rimbaud: Aachen 2009.
Hans Bender/Walter Höllerer: Konturen und Akzente des literaturbetriebs. Briefwechsel 1953-1954. Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg 2009.
Hans Bender/Rainer Brambach: Briefe 1955-1983. Vorwort von Michael Zimmermann. Hrsg. von Hans Georg Schwark i. A. der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz. V. Hase & Koehler: Mainz 1997.
Briefe an Hans Bender. Hrsg. von Volker Neuhaus (mit Beiträgen über H. B. von Volker Neuhaus und Walter Höllerer). Kulturkreis im BDI: Köln 1984. Hanser: München 1984.

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Über Werk und Autor

Jeder auf seine Art für Hans Bender. Themenheft. In: Zeitschrift für Literatur und Kunst - MATRIX (29) 3/2012.
Volker Meid: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Reclam: Stuttgart 2001.
Frank Rainer Max und Christine Ruhrberg (Hg.): Reclams Romanführer. Reclam: Stuttgart 2000.
Autoren sehen einen Autor: Hans Bender (s.u. Prosa).
Heinz Ludwig Arnold (Hg.): Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (KLG). text + kritik: München (Stand 1998).
Susanne Niemuth-Engelmann: Alltag und Aufzeichnungen. Untersuchungen zu Canetti, Bender, Handke und Schnurre. Königshausen & Neumann: Würzburg 1998 (Epistemata. Würzburger wiss. Schriften/Literaturwissenschaft 253).
Bernd Lutz (Hg.): Metzler Autoren Lexikon. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage Metzler: Stuttgart 1997.
Hans-Rüdiger Schwab (Hg.): Literatur als Heimat. H.B. zu Ehren. Bruan: Karlsruhe 1994.
Gelegenheit macht Dichter. H.B. zum 75. Geburtstag. Katalog der Ausstellung. Historisches Archiv: Köln 1994.
Uta Biedermann (Hg.): Autorinnen und Autoren in Köln. Kölner Volksblatt: Köln 1992.
Peter K. Kirchhof (Hg.): Literarische Porträts. 163 Autoren aus Nordrhein-Westfalen. Schwann im Patmos: Düsseldorf 1991.
Volker Neuhaus: Deutsche Dichter. Bd. 8: Gegenwart. Reclam: Stuttgart 1990.
Ehrenpromotion Hans Bender. Universität: Köln 1985 (Universitätsreden 66).
Kurt Rothmann: Deutschsprachige Schriftsteller seit 1945 in Einzeldarstellungen. Reclam: Stuttgart 1985.
Zeitverwandtschaft. Hans Bender und die Akzente. Hanser: München, Wien 1981 (Bogen 2).
Werner Koch: Kant vor der Kamera. Referenzen und Pamphlete. Von Hase & Koehler: Mainz 1980. (Fischer: Frankfurt/Main 1983.)
Manfred Durzak: Die deutsche Kurzgeschichte der Gegenwart. Autorenporträts, Werkstattgespräche, Interpretationen. Reclam: Stuttgart 1980.
Helmut Preuß: Becker – Bender – Böll und andere. Nordrhein-westfälische Literaturgeschichte für den Unterricht. Neue Deutsche Schule: Essen 1980 (neue pädagogische bemühungen 85).
Literatur in Köln: Hans Bender. Hrsg. von der Stadt Köln. Stadtbücherei 1979 (LiK 10).
Franz Lennartz: Deutsche Dichter und Schriftsteller unserer Zeit. 11. erw. Aufl. Kröner: Stuttgart 1978.
Kölner Autoren-Lexikon 1750-2000. Band 2: 1901-2000. Hrsg. v. Everhardt Kleinertz. Bearbeitet von Enno Stahl. Emons: Köln 2002.

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Selbstauskunft

Ich bin kein Naturalist, aber dieses Leben um mich herum, die Wirklichkeit, wie wir leichtfertig sagen, die stößt auf mich, die rührt mich an, das eine mehr, das andere weniger. In einem Aufsatz habe ich einige Anstöße zu meinen Geschichten angeführt. Ich habe zum Beispiel gehört in einer Straßenbahn, wie ein Mädchen zu einem anderen sagte: Am Sonntag habe ich Freitisch, und dieses Wort Freitisch, das hat die Geschichte (Fondue oder Der Freitisch) ausgelöst. Ich glaube, alle meine Geschichten, Romanszenen, auch Gedichte wurden von solchen Signalen angeregt ... Es gibt zwei Grundarten von Literatur, wie sie zuletzt Benn und Brecht bei uns vertreten haben: Benn, der sagte, das Gedicht ist an eine Muse gerichtet, aber die Muse ist gar nicht da; Brecht, der sagte, Literatur muß etwas bewirken, Literatur hat einen Gebrauchswert. Diese zweite Auffassung von Brecht ist mir sympathisch. Ich glaube an eine Wirkung der Literatur, obwohl ich nicht eindeutig nachweisen kann, ob das, was ich geschrieben habe, etwas bewirkt hat. Bei den großen Werken der Weltliteratur läßt sich’s nachweisen.
Aus: Ekkehard Rudolph (Hg.): Protokoll zur Person. Autoren über sich und ihr Werk. München: List 1971.

In der Gefangenschaft begann ich bewußt zu schreiben, stellvertretend für meine Generation. Das war – wie mir vorkommt – gestern noch, und ist heute schon fast Historie. Aber mehr als meine eigene Generation will die Jugend darüber lesen. (In Lesebüchern und Schultexten stehen meine Erzählungen: Der Brotholer, Die Wölfe kommen zurück, Iljas Tauben, in amerikanischen, japanischen, holländischen und dänischen Lesebüchern sogar.) Wie zufrieden könnte ich mit meiner Prosa sein, wenn sie mithülfe, diejenigen, die heute jung sind, vor einer ebenso uniformen wie bedrohten Jugend zu bewahren. Für dieses Engagement stehe ich ein.
Aus: Autobiographisches Nachwort. In: Das wiegende Haus.

Manchmal schreiben mir die Schüler auch Briefe, und sie fragen mich, was ich ihnen zu meinen Geschichten und darüber hinaus zu sagen habe. Die Fragen beweisen: Die Schüler wollen sich Klarheit verschaffen über die Vorgänge früher. Schüler eines Gymnasiums in Duisburg haben meinen Antwortbrief an sie drucken lassen. Ich habe in diesem Brief zu sagen versucht, was die Literatur Schüler lehren soll und kann. Sie soll lehren, habe ich geschrieben, menschenwürdig zu leben, zu denken, zu handeln – anders als der Staat, die Kirche, die Gesetze und die Konventionen lehren: radikaler, ehrlicher, freier; aus eigener Verantwortung.
Aus: Rudolf de le Roi (Hg.): Jemand der schreibt. 57 Aussagen. Hanser: München 1972.

Ich höre sie gern, die Kölner Mundart, hätte jedoch nicht den Mut, sie zu imitieren. Ich stimme mit ein, wenn man die Toleranz der Kölner rühmt, Vorgänge nennt – wie sie sich erhoben haben gegen die widerlichsten, verhängnisvollsten Erscheinungen unserer Vergangenheit und Gegenwart. Ich bin empört, beunruhigt, traurig, wenn ich auf meinem Sonntagsspaziergang in der Roonstraße (vor der Synagoge) einen Einsatzwagen der Polizei stehen sehe. Am letzten Sonntag waren es sogar zwei. Ich behielt einen Satz von György Konrad, dem ungarischen Schriftsteller, im Gedächtnis. Er sagte: Neonazistische Gewalt zu dulden heißt sich selber gefährden. Ich weiß es.
Aus: Ich erzähle, ich erinnere mich.

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Quellenangaben
Autorenauskunft, Eigenrecherche
Sonstige Quellen

Kölner Autorenlexikon

Bildquelle
© Hans Georg Schwark
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Aktualisiert am
04.03.2015

 

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