Gössmann, Wilhelm

Wilhelm Gössmann

Bürgerl. Name
Wilhelm Gössmann
Jahrgang
1926
Geburtsort
Langenstraße (Soest)
Wohnort
Rüthen
Orte
Düsseldorf, Rüthen-Langenstraße
Regionen
Rheinland komplett, Westfalen komplett, Hellweg, Rheinschiene
Genres
Prosa, Lyrik, Sachbuch
Kontaktadresse
Zum Alten Berg 5, 59602 Rüthen, Deutschland
Telefon
 
privat
02954-602
Vita

Geboren am 20.10.1926 in Langenstraße, Kreis Lippstadt (heute Soest). Aufgewachsen auf dem elterlichen Bauernhof. Aufbauschule in Büren und Rüthen. Luftwaffenhelfer, Arbeitsdienst, Soldat, Gefangenschaft. 1946 Abitur, Förderkurs Büren. Studium der Germanistik, Philosophie und Theologie in Münster und München, 1952 Staatsexamen in Münster, 1955 Promotion über Annette von Droste-Hülshoff in München. 1955-1960 Dozent in Japan an der Sophia- und Tokyo-Universität. Erwerb des Meistertitels im Blumenstecken (Ikebana). 1961 Mitbegründer der Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Bayern, ihr erster Geschäftsführer. 1962-1968 Dozent an der Pädagogischen Hochschule Weingarten (Oberschwaben). 1968-1980 o. Prof. an der Pädagogischen Hochschule Rheinland, Abteilung Neuss für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur. 1972-1982 Erster Vorsitzender der Heinrich-Heine-Gesellschaft Düsseldorf. 1972-1989 Engagement für die Benennung der Universität Düsseldorf nach Heinrich Heine. 1980-1991 o. Prof. an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf für Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik. 1991-1995 Leiter des Eichendorff-Instituts. Seit 1962 Mitarbeit im Literarischen Forum Oberschwaben. Seit 1976 Mitglied der europäischen Autorenvereinigung "Die Kogge", Minden. 1988-1997 Vorsitzender der "Initiative. Verein zur Förderung der Kultur auf dem Lande e.V.", Rüthen-Langenstraße. 1993 Mitbegründer der Christine-Koch-Gesellschaft e.V., Verein zur Förderung der Literatur im Sauerland. Errichtung von acht Steinblöcken für die Glücklichpreisungen der Bergpredigt in der Gemarkung meines Heimatdorfes Langenstraße (Abschluss 2005). Unterricht in der Kunst des Blumensteckens (Ikebana). Mitglied der Droste-, Heine-, Eichendorff-, Spee-, Hille-, Grabbe-, Weber- und Hertha-Koenig-Gesellschaft.

Auszeichnungen

2001 Festschrift zum 75. Geburtstag (Wissenschaft. Literatur. Religion. Bibliographie Wilhelm Gössmann 1954-2001. Zum 75. Geburtstag. Von Martin Hollender. Düsseldorf 2001, mit Würdigung des wissenschaftlichen und literarischen Werkes)
1997 Ehrenmitglied der Heinrich-Heine-Gesellschaft.
1992 Festschrift zum 65. Geburtstag (Wer wird nicht einen Dichter leben? Literatur. Verständnis und Vermittlung, hrsg. von Joseph A. Kruse, Monika Salmen, Klaus-Hinrich Roth. Schwann/Cornelsen Verlag: Düsseldorf, Berlin 1991)
1992 Kurgastdichter in Hörste (Westf.)

Prosa

Unter dem Sonnenbogen. Aufenthalte und Orte. Grupello: Düsseldorf 2006.
Der Heilige und die Sarazenin. Eine Liebesgeschichte aus dem frühen Mittelalter. Grupello: Düsseldorf 2005.
Anna und Christof. Westfälische Spurensuche. Eine Liebesgeschichte. Mit fünf Zeichnungen von Wilfried Hagebölling. Grupello: Düsseldorf 2003.
Die sieben Männer. Kaspar - Sylvester - Joachim - Florian - Hilarius - Erasmus – Victor. Roman. Grupello: Düsseldorf 1999.
Wo die Apfelbäume blühen. Literarische Inspektionen. Westfälische Verlagsbuchhandlung Mocker & Jahn: Soest 1997 (umfaßt die drei Bände: Umbau - Land und Leute. 2. Aufl. 1997; Hier ist gut sein. Bilder einer Landschaft. 1988; Zeitweilige Fernsicht. Schreiberfahrungen, 1992).
Joachim. Erkundungen über eine Stadt wie Düsseldorf. Mit Siebdrucken von Theresia Schüllner. Grupello: Düsseldorf 1995.
Lernen ist verrückt oder Schule lebenslänglich. Eine literarische Inspektion. Erb: Düsseldorf 1984.
Im Gewohnten erschrecken. Beifahrergespräche und andere Prosatexte. Butzon & Bercker: Kevelaer 1982.
Wie man sich angewöhnt hat zu leben. Biogramme. Benziger: Zürich 1972.

Essayistische Werke
Der verschwiegene Gott. Spiritualität in der profanen Welt. Grupello: Düsseldorf 1998.
Spiegelstriche. Skepsis und Glaube vor dem Hintergrund der Bibel. Gedankensplitter und Zyklen. Radius: Stuttgart 1993.
Die Glücklichpreisungen. Die Bergpredigt meditieren. Butzon & Bercker: Kevelaer; Quell: Stuttgart 1986.
Die Kunst Blumen zu stecken. Eine Schule des Lebendigen und Meditativen, ostasiatisch – europäisch. Insel taschenbuch 498: Frankfurt/M. 1980.
Ihr aber werdet lachen. Glossen für Christen. Herder: Freiburg 1976.
Die Gottesrevolution. Die Reden des Jesus von Nazareth. Eine Wiedergabe ihrer Intentionen. Patmos: Düsseldorf 1974.
Glaubwürdigkeit im Sprachgebrauch. Stilkritische und sprachdidaktische Untersuchungen. Hueber: München 1970.
Die Bergpredigt. Hueber: München 1965 (mit einem Vorwort von Elisabeth Gössmann).
Sakrale Sprache. Hueber: München 1965.

Lyrik

Zu Zweit. Poetische Auseinandersetzungen. Lyrische Zyklen. Grupello: Düssseldorf 2011.
Wann die Seele aufklart. Lyrische Erfahrungen. Grupello: Düsseldorf 2009.
Ohne Religion kein Beten? Gebete – Reflexionen – Verinnerlichen. Butzon & Bercker (topos): Kevelaer 2008.
Steinerne Bergpredigt. Übertragung und Deutung. Westfälische Verlagsbuchhandlung Mocker & Jahn: Soest 2005.
Es weihnachtet sehr. Weihnachten mit der Poesie entdecken, Lyrik, Prosa, Szenische Darstellungen. topos-plus, Butzon & Bercker: Kevelaer 2001 (überarbeitete Neuauflage von: Voller Knospen der Baum. Weihnachten. 1984).
miner freuden ostertac. Literarische Texte und Reflexionen zu Ostern und Pfingsten. Mit Radierungen von Cyrus Overbeck. Grupello: Düsseldorf 2001.
Haltepunkte. Orte und Stätten in Westfalen. Westfälische Verlagsbuchhandlung Mocker & Jahn: Soest 2000.
flos. Texte zu Blumenbildern von Boris Fröhlich. Boris Atelier: Neuss 1997.
Mit Blumen leben. Glück und Zeiterfahrung, Westfälische Verlagsbuchhandlung Mocker & Jahn: Soest 1995.
Wohnrecht unter dem Himmel. Gedichte. Erb: Düsseldorf 1986.
Noch summt von der Botschaft die Welt. Gedanken und Meditationen. Provokationen und Gebete. Patmos: Düsseldorf 1986.
Mons Sacer. Künstlerbuch. Literarische Texte zu Original-Farbradierungen von Boris Fröhlich. Boris Atelier: Neuss 1982.
Religion: das Menschenleben. Literarische Wiedergabe biblischer Erfahrungen. Butzon & Bercker: Kevelaer 1981.
Elterngespräche. Klens Verlag: Düsseldorf 1972.
Literarische Gebrauchstexte. Protestieren - Nachdenken. Meditieren – Beten. Lyrische Texte für den Religions- und Deutschunterricht. Pfeiffer: München 1974 (2. Auflage des Buches: Protestieren - Nachdenken, Meditieren - Beten 1970.).
Sentenzen. Kritische Texte. Benziger: Zürich 1970.
Langenstrot. Ein Dorf an der Haar. Privatdruck 1968.
Wörter suchen Gott. Benziger: Einsiedeln 1968.
Meditationstexte. Hueber: München 1965.

Sachbuch

Wissenschaftliche Veröffentlichungen (in Auswahl):
Deutsche Kulturgeschichte im Grundriß. Neubearbeitung. Unter Mitarbeit von M. Florin und M. Salmen. 7. Aufl. Grupello: Düsseldorf 2006.
Kulturchristentum. Religion und Literatur in der Geistesgeschichte. Butzon & Bercker: Kevelaer 2002. (überarbeitete Neuauflage von: Kulturchristentum. Die Verquickung von Religion und Literatur in der deutschen Geistesgeschichte. Droste Verlag: Düsseldorf 1990).
Literatur als Lebensnerv. Vermittlung, Leselust, Schreibimpulse. Grupello: Düsseldorf 1999.
Heine und die Droste. Eine literarische Zeitgenossenschaft. Grupello: Düsseldorf 2. Aufl. 1997.
Deutsche Kulturgeschichte im Grundriß. Hueber:München 1992 (neubearbeitete 6. Aufl.).
Heinrich Heine im Spannungsfeld von Literatur und Wissenschaft. Symposium anläßlich der Benennung der Universität nach Heinrich Heine. Hrsg. mit Manfred Windfuhr. Reimar Hobbing Verlag: Essen 1990.
Sätze statt Aufsätze. Schriftliches Arbeiten auf der Primarstufe. Schwann: Düsseldorf 4. Aufl. 1991.
Theorie und Praxis des Schreibens. Wege zu einer neuen Schreibkultur. Schwann: Düsseldorf 1987.
Annette von Droste-Hülshoff. Ich und Spiegelbild. Zum Verständnis der Dichterin und ihres Werkes. Droste: Düsseldorf, 2. Aufl. 1985.
Der späte Heine 1848-1856. Literatur - Politik - Religion, hrsg. mit Joseph A. Kruse. Hoffmann und Campe: Hamburg 1982.
Schülermanuskripte. Schriftliches Arbeiten auf der Sekundarstufe I. Schwann: Düsseldorf 1979.
Politische Dichtung im Unterricht: "Deutschland. Ein Wintermärchen." Text - Kommentare - Unterrichtshinweise - Materialien. Zusammen mit W. Woesler. Schwann: Düsseldorf 1974.

Anthologie

In Auswahl:
Die Glücklichpreisungen im Rundweg an der Haar. In: SAUERLAND Nr. 4/2011.
Bäume und Büsche – Ästhetik einer Landschaft . In: SAUERLAND Nr. 3/2010.
Die Entdeckung der Heiterkeit. In: Christ in der Gegenwart. Nr. 36/2009.
Heines Kampf gegen Intoleranz. In: Rheinische Post. 12.12.2009.
Die Modernität der Droste. Lese-Erwartungen. In: "Zu früh, zu früh geboren...". Die Modernität der Annette von Droste-Hülshoff. Hrsg. von Monika Salmen und Winfried Woesler. Düsseldorf 2008.
Am Bodensee – See der Droste. Ein lyrischer Zyklus. In: „Zu früh, zu früh geboren...". Die Modernität der Annette von Droste-Hülshoff. Hrsg. von Monika Salmen und Winfried Woesler. Düsseldorf 2008.
Die bäuerlich-ländliche Welt in der Literatur Westfalens. In: Bauern im südwestfälischen Bergland. Band 2. Hrsg. vom Westfälischen Schieferbau- und Heimatmuseum Holthausen e.V. Münster 2006.
Skepsis als moderne Geisteshaltung. In : Strukturen der Wirklichkeit. Zeitschrift für Kultur, Wissenschaft und Spiritualität. 4. Jahrgang, Nr.3/2003.
Poetisierung einer Landschaft. In: StadtLandFluß. Urbanität und Regionalität in der Moderne. Festschrift für Gertrude Cepl-Kaufmann zum sechzigsten Geburtstag. Neuss 2002.
Marmorhexe. In: Sieben Schritte Leben. Neue Lyrik aus Nordrhein-Westfalen. Hrsg. von Voker W. Degener und Ernst Käufer. Grupello: Düsseldorf 2001 (Gedichtzyklus).
Ekloge auf das Sauerland. In: Auf den Spuren der Zeit. Grobbel (Christine-Koch-Gesellschaft, Kleine Reihe, 6): Fredeburg 1999.
Bilker Straße - Bolker Straße. In: Straßenbilder. Düsseldorfer Schriftstellerinnen und Schriftsteller über ihr Quartier. Hrsg. von Alla Pfeffer. Grupello: Düsseldorf 1998.
Urbanität. In: Biograph. Kultur für Düsseldorf. Düsseldorf: Juli/ August 1995 .
Wohnrecht einer Landschaft. Schreiberfahrungen, Kurzprosa. Hrsg. von der Christine-Koch-Gesellschaft, Kleine Reihe 1. Grobbel: Schmallenberg-Fredeburg 1994.
Beschenken; Aus einer Blume geboren; Jahreswende. In: Sauerländer Weihnachtsbuch. Hrsg. von Dietmar Rost. Grobbel: Fredeburg 1990.
Hier ist gut sein. Bilder einer Landschaft. In: Heimatkalender des Kreises Soest 1989 (Der Haarweg, Die Lumpensammlerin).
Das Melonenlied. Gedicht. In: Frau und Mutter, Düsseldorf: Jg. 71, H. 9, Sept. 1988.
Meersburger Ufer. Gedicht. In: Schön wie der Mond. Ein Meersburger Lesebuch. Hrsg. von Monika Taubitz. regio Verlag Glock & Lutz: Sigmaringendorf 1988.
Heinrich Heine oder Glanz und Elend der europäischen Aufklärung. Gespräch mit Günter Grass. In: Günter Grass: Gespräche, Werkausgabe in zehn Bänden, Bd. X. Hrsg. von Klaus Stallbaum. Luchterhand: Darmstadt 1987.
Bäume und Büsche (Linden, Ulmen, Wildkirschen, Quitten, Holunder, Brombeeren, Hagebutten, Schlehen, Eichen). In: Neues Rheinland, Jg. 29, Nr. 9, Sept. 1986.
Heimat (Der Kirchturm; Der Torbogen; Grabsteine; Die Hütte). In: Westfalenspiegel, Jg. 33, H. 4, 1984.
Redezvous mit der alten PH-Zeit. In: Neuß-Grevenbroicher Zeitung, 21. Nov. 1983.
Die Drüggelter Kapelle, Gedichtzyklus. In: Westfalenspiegel, Jg. 29, Nr. 9, 1980.
Gastarbeiter, Gedicht. In: Ursula Neumann, Erziehung ausländischer Kinder. Schwann Verlag: Düsseldorf 1980.
Schneelandschaften. In: Psalmen vom Expressionismus bis zur Gegenwart. Hrsg. von Paul Konrad Kurz. Herder: Freiburg 1978.
Minden - ein deutsches Märchen. In: Prisma Minden. Autoren der Kogge über die Stadt. Hrsg. von Inge Meidinger-Geise. Gilles & Francke: Duisburg 1978.
Landwirtschaftliche Zustände. In: Neues Rheinland, Jg. 17, Nr. 12, Dez. 1974.
Häuslichkeit. In: Neues Rheinland, Jg. 16, Nr. 8, Aug. 1973.
Beifahrergespräche. In: reutlinger drucke, Reutlingen: Jg. 8, Juni 1973.
Sentenzen. In: Satzbau. Poesie und Prosa aus Nordrhein-Westfalen. Hrsg. von Hans Peter Keller und Günter Lanser. Droste Verlag: Düsseldorf 1972.
Zur Frauenemanzipation. Fünf Biogramme. In: reutlinger drucke, Reutlingen: Jg. 7, Sept. 1972 .
Weinberg Zeiten. In: Hochland, München und Kempten: Jg. 60, 2. Heft, Dez. 1967/Jan. 1968.
Gedichte: Die Großäugige; Halbkugel; Ausgelöscht. In: Literarisches Forum Oberschwaben, Heft 3/1967.
Eine Liebesgeschichte. In: Eine Liebesgeschichte und andere Kurzgeschichten. Lesestoff für Fortgeschrittene. Zusammengestellt von K. Togawa. Acadia Verlag: Tokio 1961.

Herausgeberschaften

In Auswahl:
Literarisches Schreiben aus regionaler Erfahrung. Westfalen - Rheinland - Oberschlesien und darüber hinaus. Hrsg. mit Klaus-Hinrich Roth. Schöningh: Paderborn 1996.
Spiel nur war das - wir sind Dichter! Joseph von Eichendorff. Seine literarische und kulturelle Bedeutung. Hrsg. mit Christoph Hollender. Schöningh: Paderborn 1995.
Poetisierung - Politisierung. Deutschlandbilder in der Literatur bis 184, hrsg. mit Klaus-Hinrich Roth. Schöningh: Paderborn 1994.
Welch ein Buch! Die Bibel als Weltliteratur. Radius: Stuttgart 1991.
Heine im Spannungsfeld von Literatur und Wissenschaft. Symposium anlässlich der Benennung der Universität Düsseldorf nach H. Heine. Zusammen mit M. Windfuhr. Reimar Hobbing: Essen 1990.
Ist Literaturübersetzen lehrbar? Hrsg. zusammen mit Fritz Nies, Albert-Reiner Glaap. Narr: Tübingen 1989.
Der späte Heine. 1848-1856. Literatur - Politik - Religion. Zusammen mit J. A. Kruse. Hoffmann und Campe: Hamburg 1982.
Geständnisse. Heine im Bewußtsein heutiger Autoren. Hrsg. unter Mitwirkung von Hans Peter Keller und Hedwig Walwei-Wiegelmann. Droste: Düsseldorf 1972.
Zur Einführung. In: Maria Menz, Innenwelt. Gedichte. Hueber: München 1968.
Zur Einführung. In: Eugen Gomringer, das stundenbuch. Hueber: München 1965.

Sonstige Veröffentlichungen

Essayistische Werke:
Landschaft und Kultur als Lebenserfahrung. Essays und litearische Texte. Westfälische Verlagsbuchhandlung Mocker & Jahn: Soest 2012.
Die Wallfahrt nach Kevelaer von Heinrich Heine. Mit Siebdrucken von Theresia Schüllner, Butzon & Bercker: Kevelaer 2006.

Über Werk und Autor

Monika Salmen: Ein Leben für die Literatur. Zu Wilhelm Gössmanns 85. Geburtstag. In: Der Edelrabe. Literarisches Quartalsblatt 24/Dez. 2011.
Cordula Hupfer: Wilhelm Gössmann – Liebeslyrik eines Professors. In: Rheinische Post. 15.08.2011.
Ursula Posny: Leidenschaft und Einsamkeit. Wilhelm Gössmanns Lyrikband: „Zu Zweit". In: Neue Rhein Zeitung. 13.07.2011.
Uli Rothfuss: Unter dem Sonnenbogen von Wilhelm Gössmann. In: SWO Kunstportal Baden-Württemberg, www.kunstportal-bw.de, 11.1.2008.
Wulf Noll: Wilhelm Gössmann wandelt „Unter dem Sonnenbogen". In: Westdeutsche Zeitung. 4.12.2006.
Rolf Willhardt: „Schlage die Trommel und fürchte dich nicht...". Der Germanist und Autor Wilhelm Gössmann wurde 80. In: Magazin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ausgabe 3/2006.
Cordula Hupfer: Erleuchtung garantiert. Über die meditative Kunst des japanischen Blumensteckens. In: Rheinische Post. 14.05.2005.
„Wie im Leben, so im Dichten". Wilhelm Gössmann zum 75. Geburtstag von seinen Doktorandinnen und Doktoranden. Düsseldorf 20.10.2001.
Dieter Wurm: Haltepunkte –Orte und Stätten in Westfalen. In: SAUERLAND Nr. 1/2001.
Martin Hollender, Wissenschaft - Literatur – Religion. Bibliographie Wilhelm Gössmann 1954-2001. Grupello: Düsseldorf 2001 (mit einem Vorwort: Wilhelm Gössmann - Bibliographie als Biographie).
Literatur als Lebensnerv. In: NRZ, Neue Ruhr Zeitung, Kultur in Düsseldorf, 17.10.2001.
Heribert Brinkmann: Fluchtpunkt Literatur. Autor und Germanist Professor Wilhelm Gössmann. In: Rheinische Post (Düsseldorf: 20.10.2001.
Joseph A. Kruse: Deutsche Kultur-Geschichte(n). Zum 75. Geburtstag von Prof. Wilhelm Gössmann. In: Westdeutsche Zeitung, Düsseldorf: 20.10.2001.
"Kein Weg führt an ihm vorbei". Professor Wilhelm Gössmann wird heute 75. Im aufgeklärten Christentum verwurzelt. In: Der Patriot, Soest: 20.10.2001.
Summt die Melodie. Wilhelm Gössmanns Sicht auf Christentum und Kultur. In: Christ in der Gegenwart, Freiburg, Nr. 42, 53. Jg., 21.10.2001.
Walter Gödden: Laßt das Dorf in Frieden liegen. Ein Literaturprofessor schreibt über Land und Leute. In: Jahrbuch Westfalen 1996.
Karl-Jürgen Miesen: Die Kultur, ein Leben. Professor Gössmann wurde 65 Jahre. In: Rheinische Post, Düsseldorf: 19.10.1991, Feuilleton.
Joseph A. Kruse: Störrischer Gleichmut. Wilhelm Gössmann wird sechzig. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 242, 18.10.1986.
Paul Hübner: Wilhelm Gössmann. Lyrische Texte aus christlichem Geist. In: Christ in der Gegenwart, Freiburg: Jg. 32, Nr. 28, 13. 7.1980.
Horst Morgenbrod: Ein Literat entdeckt das Ländliche. Seminargespräch: Wenn der Himmel nicht mehr den Vögeln gehört. In: Rheinische Post, Düsseldorf: 3.12.1977.
Lore Schaumann, Auf dem Blumenweg. In: Düsseldorf schreibt. 44 Autorenporträts, Triltsch Verlag, Düsseldorf 1974.

Lexikoneinträge:
Westfälisches Autorenlexikon. Hrsg. von Walter Gödden und Iris Nölle-Hornkamp. Bd. 4: 1900 bis 1950. Schöningh: Paderborn 2002.
Kürschners deutscher Literaturkalender. Hrsg. von W. Schuder. Berlin, New York 1998.
Ludwig Janssen: Literatur-Atlas NRW. Ein Adreßbuch zur Literaturszene. Köln 1992.
Dietmar Rost: Sauerländer Schriftsteller des kurkölnischen Sauerlands im 19. und 20. Jahrhundert. Grobbel: Schmallenberg-Fredeburg 1990.
Sie schreiben zwischen Paderborn und Münster. Bio-bibliographische Daten, Fotos und Texte von 33 Autoren. Hrsg. von Hugo Ernst Käufer und Walter Neumann. Hammer Verlag, Wuppertal 1977.

Selbstauskunft

Der Begriff Felder steht für einen Ort der Arbeit. Auf den Feldern wurde geackert, gesät und geerntet. Mein Schreiben ist eine solche Arbeit.
Es zeigte sich schon bald, daß mein Schreiben zwei, drei Richtungen einnehmen würde, eine wissenschaftliche mit literaturwissenschaftlichen und kulturgeschichtlichen Themen, eine literarische mit einer Vorliebe für die Ausdrucksformen der Lyrik, später dann auch der Prosa. Hinzu tritt immer wieder ein essayistisches Schreiben, wenn es um persönliche Positionen geht.
Mein literarisches Schreiben, nicht zuletzt die Lyrik, wurde beeinflußt oder sogar geprägt von der in Japan erlernten Kunst des Blumensteckens (Ikebana). Es war sicherlich die Ästhetik dieser naturnahen Kunst, darüber hinaus aber auch die Technik des Blumensteckens selbst. Wie ich mit Blumen umging, sie auswählte und anordnete, das übertrug ich auf den Umgang mit Wörtern.
Meine Prosa nahm ihren Ausgangspunkt bei Biogrammen, Kurzprosa, die eine reduzierte Biographie ist. In meinem Roman "Die sieben Männer" sind solche Biogramme erzählerisch ausgebaut. Eine andere Form, die Bedeutung der Information aufnehmend, ist die Literarische Inspektion. Damit wird versucht, die gesellschaftskritischen Probleme unserer Zeit zu sichten. Meine Erfahrungen mit Schule und Hochschule gehören hierher, vor allem aber ist es auch das Schreiben aus regionaler Erfahrung (keine Regionalliteratur). Die Umstrukturierung auf dem Lande konnte ich mit einer solchen Inspektions-Prosa erfassen und darstellen. Eine Auseinandersetzung mit der sakralen Sprache war notwendig, um das religiöse Bewußtsein von heute in der ländlichen und urbanen Welt zu deuten. Zur Religionskritik trat die Ironie, wobei die Heine-Lektüre nachwirkt. Zur Darstellung der Menschen im westfälischen Raum trat das realistische Schreiben, wobei die Prosa der Droste wichtige Anstöße gegeben hat. Mit meiner religiösen Lyrik bemühe ich mich um die Entdeckung einer neuen Spiritualität in der profanen Welt.

Schreiben und dann
korrigieren
aus innerer Instanz
bis der Vers
dem Leben
standhält
bei wiederholtem
Lesen

Der Nachklang
schafft erst Dauer

Aus: Felder des Schreibens. In: Meine Welt. Aufzeichnungen (unveröffentlicht)

Quellenangaben
Autorenauskunft
Sonstige Quellen

Westfälisches Autorenlexikon. Hrsg. von Walter Gödden und Iris Nölle-Hornkamp. Bd. 4: 1900 bis 1950. Verlag Ferdinand Schöningh: Paderborn 2002.

Bildquelle
© Elisabeth Nüttgens
Aktualisiert am
11.04.2012