Heindrichs, Heinz-Albert

Heinz-Albert Heindrichs

Bürgerl. Name
Heinz-Albert Heindrichs
Jahrgang
1930
Geburtsort
Brühl
Wohnort
Gelsenkirchen
Orte
Brühl, Köln, Bonn, Essen, Wuppertal, Dortmund
Regionen
Rheinland komplett, Westfalen komplett, Bergisches Land, Rheinschiene, Ruhrgebiet
Genres
Lyrik, Bühne
Kontaktadresse
Auf Böhlingshof 23, 45888 Gelsenkirchen, Deutschland
Telefon
 
geschäftlich
0209-203114
Telefax
0209-272824
Vita

Geboren am 15. Oktober 1930 in Brühl. Jugend und Schulbesuch in Köln und Bonn. 1952-57 Studium an der Uni Bonn (Deutsch, Musik- u. Kunstwissenschaft) und an der Musikhochschule Köln (Komposition und Dirigieren). 1957-65 Leiter der Schauspielmusik an den Bühnen Essen und Wuppertal. 1964-66 Dozent für Komposition am Konservatorium Dortmund. 1968-72 Dozent für Schauspielmusik an der Folkwang-Hochschule Essen. 1956-72 circa 300 Bühnen-, Hörspiel- und Filmmusiken an in- und ausländischen Bühnen und Sendern; Teamarbeit mit Regisseuren wie Piscator, Buckwitz, Kraut, Palitzsch, Seiltgen, Leutner, Fontheim. Seit 1965 Musik- und Kulturkritik in NRW (ca. 2000 Berichte) für die Presse sowie wissenschaftliche Arbeiten zur Theorie und Ästhetik von Musik und Kunst. 1966 Dozent, 1971 Professor für Musikpädagogik und 1975-79 Dekan des Fachbereichs Kunst, Design, Musik an der Universität Essen. 1983-96 Professur für Musik und ihre Komposition an der Universität und ab 1989 zugleich an der Folkwang-Hochschule Essen (1996 Emeritierung). 1987-99 mit Ursula Heindrichs Ausrichtung von fünf Internationalen Märchenkongressen und fünf Frühjahrstagungen der Europäischen Märchengesellschaft. 2010 Ausrichtung des Interkulturellen Kongresses "Märchen als Brücke für Menschen und Kulturen" im Auftrag von "Ruhr 2010 / Kulturhauptstadt Europas".

Auszeichnungen

2001 Bundesverdienstkreuz erster Klasse
2001 Europäischer Märchenpreis (zusammen mit Ursula Heindrichs)
1958 Brüsseler Kammermusikpreis (für: Streichquartett)
1957 Nominierung für Bundesfilmpreis (für die Filmmusik: Geheimnis der Etrusker)
1954 Kölner Lindströmpreis für Komposition (für: Erstes Liederbuch)

Lyrik

XVIII Miteinander – Wer weiß wohin. Rimbaud: Aachen 2017.
XVII Grün vor Blau –  Über die Grenze. Rimbaud: Aachen 2015.
XVI Sterngefieder  –  Die Ferne so nah. Rimbaud: Aachen 2014.
XV Coda I  –  Coda II. Rimbaud: Aachen 2013.
XIV Frühe Gedichte. Rimbaud: Aachen 2012.
XIII Gezählte Tage –  Im freien Fall. Rimbaud: Aachen 2012.
XII Über uns in uns  –  Vor niemandes Ort. Rimbaud: Aachen 2010.
XI Verhüllte Sonne  –  Blühender Staub. Rimbaud: Aachen 2010.
I Traumschutt  –  In der Kelter. Rimbaud: Aachen 2010.
II Fort von wo  – Verloren die Form. Rimbaud: Aachen 2010.
X Erinnern Erwarten – Je dunkler es wird. Rimbaud: Aachen 2009.
IX Atem für Atem  –  Von Jahr zu Jahr. Rimbaud: Aachen 2009.
VIII An mich  –  Flugpost. Rimbaud: Aachen 2009.
VI Du nicht zu halten –  Weißt du das Wort. Rimbaud: Aachen 2009.
V Aus der Rosenschlucht  –  Über die Lichtung. Rimbaud: Aachen 2009.
VII Die Nonnensense  –  Laut- und Unsinnsgedichte. Rimbaud: Aachen 2008.
IV Unter dem Horizont  –  Weil es dich gibt. Rimbaud: Aachen 2008.
III Honigklavier  – Vor der Stille. Rimbaud: Aachen 2008.

Gesammelte Gedichte:
Edition der Gesammelten Gedichte in 15 Doppelbänden mit jeweils einer farbigen Tuschzeichnung (No-tation) als Umschlagbild. Rimbaud: Aachen 2008-2013.
Bd. I Frühbuch. 4 x 49 Gedichte. Bitter: Recklinghausen 1992.
Bd. II Siebenbuch. 7 x 49 Gedichte. Bitter: Recklinghausen 1991.
Solitär. Ausgew. Gedichte. Edition Xylos: Gelsenkirchen 2000.
Erinnern Vergessen. Edition Xylos: Gelsenkirchen 1999.
Zauber Märchen Gedichte. Europ. Märchengesellschaft: Rheine 1997.
Weil es dich gibt. Liebesgedichte. Edition Xylos: Gelsenkirchen 1988.
Vor der Stille. Zeitgedichte. Edition Xylos: Gelsenkirchen 1987.
Musikgedichte. Werkgemeinschaft Musik: Düsseldof 1986.
Überfahrt. Ludgerus: Essen 1979.
Zikadenmusik. Edition Xylos: Gelsenkirchen 1978.

Bühne

Sprechtheater und Performances nach eigenen Gedichten:
Engelgedichte. 3 x 7 Gedichte für Stimme und Klavier. Uraufführung Essen 2001.
Die Nonnensense. Musikalisches Sprechtheater aus 111 Laut- und Unsinnsgedichten. Uraufführung Musiktheater im Revier 2000.
Solargeflecht für Stimme und Tasteninstrumente. Uraufführung Gelsenkirchen 2000.
Erinnern Vergessen. Klangritual. Uraufführung Gelsenkirchen 1999.
Licht Klang Staub für Stimme. Gongs und Instrumente. Uraufführung Kiel 1997.
Baumgedichte. 3 x 7 Gedichte für Stimme und Klavier. Uraufführung Essen 1995.
Salut für Kuzorra. Für Stimmen, Orchester und Tonband. Uraufführung Musiktheater im Revier 1991.
Mit fünfzig Jahren für Stimme und Klavier. Uraufführung Wittener Musiktage 1981.
Pfingstchoräle für Stimme und präpariertes Klavier. Uraufführung Mülheim 1976.
An Schumanns Grab für Stimme und Klavier. Uraufführung Gelsenkirchen 1966.

Anthologie

Circa 30 Aufsätze zur Märchenforschung, zu Themen wie: Zeit und Erlebniszeit, Märchen und Mittelalter, Märchen und Utopie, Märchen als Dichtung, Märchen und Kunstwerk, Märchen und Synästhesie, Märchen und Musiktheater.

Herausgeberschaften

Märchenforschung:
Mit Ursula Heindrichs Herausgabe von neun Bänden der Europäischen Märchengesellschaft:
Märchen als Brücke für Menschen und Kulturen. Königsfurt-Urania: Krummwisch 2011.
Märchen die Brücken bauen. Königsfurt-Urania: Krummwisch 2010.
Als es noch Könige gab. Diederichs: München 2001.
Alter und Weisheit im Märchen. Diederichs: München 2000.
Zauber Märchen. Diederichs: München 1998
Das Märchen und die Künste. Röth: Pottenstein 1996.
Märchen und Schöpfung. Röth: Pottenstein 1993.
Tod und Wandel im Märchen. Röth: 1990.
Die Zeit im Märchen. Röth: Pottenstein 1989.

Übernahme aller Bände in den Diederichs Verlag München; seit 2004 in den Urania Verlag Königsfurt.

Sonstige Veröffentlichungen

Kompositionen:

1950-70 Klavier- und Kammermusik, Sinfonie, Funkoper, Ballett.
Liederzyklen nach Trakl, Sappho, Langston Hughes, Litaipe.
Chorzyklen nach Bergengruen und Silesius.
Motetten, Messen, Magnificat.

Aktionen und Happenings mit Beuys, Gräsel, Luther, Spindel, Vostell.
Ab 1979 Konzentration auf die Vertonung zeitgenössischer deutscher Lyrik:
Liederbücher II-VIII nach Gedichten von Ilse Aichinger, Ingeborg Bachmann, Jürgen Becker, Paul Celan, Günter Eich, Yvan Goll, Rolf Haufs, Ursula Heindrichs, Ernst Meister, Nelly Sachs, Georg Scherer, Jesse Thoor u. a.
Ab 1990 Konzentration auf chorische Vertonungen:
Fries der Lauschenden nach Ernst Barlach. Deutsche Messe. Buch Kohelet. Altfrid-Kantate. Psalmen.

Bilder:
seit 1977 No-tationen und Musikaquarelle (aus Noten und Schrift entwickelte Zeichnungen und Bilder).
seit 1990 Palimpseste (Zyklus "Harmonia mundi" 1995).

Ausstellungen:
30 Einzelausstellungen (z.B. Galerie René/Mayer Düsseldorf - Musiktheater im Revier - Wittener Musiktage - Museen Folkwang Essen und Gelsenkirchen); zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen (z.B. Kunstszene Rhein-Ruhr Essen - Internationale Musikalische Grafik Frankfurt - Biennale Ruhr Oberhausen).

Über Werk und Autor

(Auswahl):
Über den synästhetischen Zusammenhang von Gedicht, Komposition, Zeichnung und Bild. Katalog zur Ausstellung "Entgrenzungen" im Maternushaus. Köln: 2014.
Katalin Horn: Glück, was ist das? Zu den Gedichten von Heinz-Albert Heindrichs. In: Märchenspiegel 1/2002.
Jürgen Janning: Laudatio zum Märchenpreis. In: Märchenspiegel 4/2001.
H.-A. Heindrichs: Verdichtete Kindheit. In: Märchenkinder – Kindermärchen. Diederichs: München 1999.
Hans-Jörg Loskill: Auf dem Lehrpfad der Geschichte Stützpunkte finden. In: Standorte. Klartext Verlag: Essen 1998.
Heiner Stachelhaus: Nach der Musik – Zu den No-tationen von Heinz-Albert Heindrichs. In: Katalog zur Ausstellung René/Meyer Düsseldorf 1978.

Lexikonartikel:
Westfälisches Autorenlexikon. Hrsg. von Walter Gödden und Iris Nölle-Hornkamp. Bd. 4: 1900 bis 1950. Ferdinand Schöningh: Paderborn 2002.
Kürschners Deutscher Musik-Kalender. K.G. Saur: München 2002.
Kürschners Deutscher Literatur-Kalender. K.G. Saur: München 1998.
Heinz Bremer: Rheinische Musiker - Beiträge zur rheinischen Musikgeschichte. Band 150. Folge 10. Edition Merseburger: Kassel 1998.
Komponisten im Ruhrgebiet. Hrsg. vom Kommunalverband Ruhrgebiet: Essen 1995.
Literatur-Atlas NRW. Volksblatt: Köln 1992.
Tonkünstler-Lexikon. Heinrichhofens: Wilhelmshaven 1978.

Quellenangaben
Autorenauskunft, Eigenrecherche
Sonstige Quellen

Westfälisches Autorenlexikon. Hrsg. von Walter Gödden und Iris Nölle-Hornkamp. Bd. 4: 1900 bis 1950. Verlag Ferdinand Schöningh: Paderborn 2002.

Bildquelle
© Georg Hennecke
Aktualisiert am
17.01.2017