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Brigitte Doppagne

Bürgerl. Name
Brigitte Doppagne
Jahrgang
1961
Geburtsort
Köln
Wohnort
Köln
Orte
Köln
Regionen
Rheinland komplett, Rheinschiene
Genres
Prosa, Funk, Herausgeberschaften

Kontaktadresse
Bensberger Marktweg 75
51069 Köln
Deutschland

Email
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Vita

Geboren 1961 in Köln. Schulbesuch in Köln; nach dem Abitur Studium der Germanistik, Japanologie, Ethnologie und Anglistik in Köln und Paris (Magister Artium). Während des Studiums und nach dem Studium diverse Jobs, u.a. als Bibliotheksassistentin, Phonotypistin, Fabrikarbeiterin und in der Altenpflege. Längere Aufenthalte in Belgien, Frankreich, England und Mexiko.

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Auszeichnungen

2010 Einladung zur Autorenwerkstatt der Konrad-Adenauer-Stiftung in Cadennabia/Italien
2006 Arbeitsstipendium für Schriftsteller der Staatskanzlei NRW
2001 Hörspielförderung der Filmstiftung NRW (für: Goldberg oder Dreißig Variationen über die weiße Nacht)
1999 Hörspielförderung der Filmstiftung NRW (für: Gleisgespräch)
1998 Arbeitsstipendium des Landes NRW für Schriftsteller (für: Der Nachtgast)
1996 Kulturpreis für Literatur des Landkreises Cuxhaven
1994 Förderpreis für junge Künstler des Landes Nordrhein-Westfalen (für: Clara)
1993 Atelierhaus-Stipendium/Worpswede
1993 Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln (für: Clara)
1992 Aufenthaltsstipendium der Akademie Schloß Solitude/Stuttgart
1990 Stipendium der Barkenhoff-Stiftung/Worpswede

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Prosa

Von Brügge nach Gent. Eine Reise durch Flandern. Schöffling: Frankfurt/M. 2003.
Der Nachtgast. Roman. Schöffling: Frankfurt/M. 1998. (TB-Ausgabe: Diana: München 2000.)
Ottilie Reylaender. Stationen einer Malerin. Biographie. Worpsweder: Lilienthal 1994.
Clara. Eine Erzählung. Luchterhand: Hamburg 1993. (TB-Ausgabe dtv: München 1996/1999; italienische Übersetzung bei Tartaruga: Mailand 1994.)

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Funk

Goldberg oder Dreißig Variationen über die weiße Nacht. Hörspiel. 2001.
Gleisgespräch. Ein Hörspiel für zwei Stimmen. Regie: Jörg Schlüter. Co-Produktion SR/NDR: 1999.

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Anthologie

In Auswahl:

românia I-III. Lyrik. In: Akademie der Künste (Hg): Sinn und Form. Beiträge zur Literatur. Aufbau: Berlin 2010.
Hexenkind. Lyrik. In: Vernetze drei. Liebe: Weilerswist 2010.
Schaumschläger. Prosa. In: Lexikon der sperrigen Wörter. Merz & Solitude: Stuttgart 2010.
Das Haus der Spiegel. Romanauszug. In: Norbert Weiß (Hg): Signum. Blätter für Literatur und Kritik. 9.Jg. Heft 1. Dresden: 2008.
Der Hofnarr im Hickorybaum. Über Truman Capote. Essay. In: Klaus Schöffling (Hg): Von Büchern und Menschen. Schöffling: Frankfurt/Main 2005.
Mein Sekretär. Kurzgeschichte. In: Klaus Schöffling (Hg): Von Büchern und Menschen. Schöffling: Frankfurt/Main 2004.
Der Geburtstag des Verlegers. Eine wahre Fiktion. In: Klaus Schöffling (Hg): Von Büchern und Menschen. Schöffling: Frankfurt/Main 2004.
Trompe-l'oeil oder Das gestohlene Buch. Kurzgeschichte. In: Klaus Schöffling (Hg.): Von Büchern und Menschen. Schöffling: Frankfurt/M. 2003.
lange weile, ozean. Lyrik. In: Axel Kutsch (Hg.): Zeit. Wort. Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart. Landpresse: Weilerswist 2003.
Erinnerungsspiele. Die Romanwelt der Catherine Colomb. Kurzessay. In: Klaus Schöffling (Hg.): Von Büchern und Menschen. Schöffling: Frankfurt/M. 2001.
El Libro. Kurzgeschichte. In: Klaus Schöffling (Hg.): Von Büchern und Menschen. Schöffling: Frankfurt/M. 2001.
Sudelbuch-Notiz. Skizze. In: Zehn Jahre Solitude. Hg: Akademie Schloß Solitude, Jean-Baptiste Joly. edition solitude: Stuttgart 2000.
Von blinden Bänden. Kurzessay. In: Klaus Schöffling (Hg.): Von Büchern und Menschen. Schöffling: Frankfurt/M. 1999.
Das erste und einzige Interview des Ronald Frederic Melf. Kurzgeschichte. In: Klaus Schöffling (Hg.): Von Büchern und Menschen. Schöffling: Frankfurt/M. 1998.
Rabenflügel. Kurzgeschichte. In: Yoko Tawada (Hg.): Verwandlungen. Reihe edition zur Tübinger Poetik-Dozentur. Gehrke: Tübingen 1998.
winter/brennesselbrand/mond – an den mond. Gedichte. In: Rolfrafael Schroer (Hg.): Erinnern und Entdecken. Gedichte von Liebe, Kunst und Tod. tende: Dülmen 1998.
Ottilie Reylaender. Worpswede – Mexiko – Berlin. Biographischer Essay. In: Ulrich Krempel und Susanne Meyer-Büser (Hg.): Garten der Frauen. Wegbereiterinnen der Moderne in Deutschland 1900-1914. ars nicolai: Berlin 1997.
Drei Gedichte. In: Axel Kutsch (Hg.): Jahrhundertwende. Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart. Landpresse: Weilerswist 1996.
Uno-due-tre. Gedichte. In: Terra di Fuoco. Zeitschrift für junge Literatur. Rom/Neapel. Nr. 12, 1993.

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Herausgeberschaften

Umbruch. Zeitschrift für Kunst und Literatur. Erster Jahrgang 1984. Zus. mit Stephan Hübenthal und Michael Frenzel. Köln.

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Über Werk und Autor

Johann Peter Tammen: Kunst und Leben oder Vom Wünschen und Wagen, Hoffen und Verlieren. Kleine Lobrede auf Brigitte Doppagne, Trägerin des Kulturpreises für Literatur des Landkreises Cuxhaven 1996, 22.11.1996.
Brigitte Doppagne – gesehen von Susanne E. Giegerich. In: Kultursekretariat NRW in Wuppertal (Hg): 4. Autoren-Reader. Schreiben Lesen Hören. Klartext: Wuppertal 1995.
Kölner Autoren-Lexikon 1750-2000. Band 2: 1901-2000. Everhardt Kleinertz (Hg). Bearbeitet von Enno Stahl. Emons: Köln 2002.

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Presseurteile

Zu: "Von Brügge nach Gent":
Kunstvoll mischen sich Gegenwart und Vergangenheit, Impressionen und historisch Dokumentiertes.
Erschienen in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.07.2003.

Zu: "Der Nachtgast":
Brigitte Doppagne erzählt eine spannende Geschichte, und sie tut dies auf bemerkenswertem, sprachlichem Niveau.
Erschienen in: Sächsische Zeitung, 18.07.1998.

Die Prosa bannt und verzaubert den Leser mit einer unaufdringlich poetischen Sprache und nimmt ihn mit auf eine melancholische Reise durch ein (...) unzeitgemäßes, zum Scheitern verurteiltes Leben.
Erschienen in: Märkische Allgemeine Zeitung, 15.07.1998.

Zu "Clara":
Ein bildhafter, genauer Text bar jeder modischen Schnörkel. (...) Die Kölner Schriftstellerin Brigitte Doppagne gibt sich mit ihrem ersten Buch als außergewöhnlich begabte Autorin zu erkennen. Erschienen in: Hessischer Rundfunk, 03.05.1993.

Mit der Erzählung "Clara" ist Brigitte Doppagne ein vielversprechendes Debüt gelungen. (...) B.D. Übermittelt eine dichte Atmosphäre, die ihre Leser in den Bann ziehen wird.
Erschienen in: Welt am Sonntag, 23.03.1993.

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Selbstauskunft

Aussagen der Autorin:

Das dokumentarische Material gibt mir hier (gemeint ist die Erzählung "Clara") erst den Raum für die Phantasie. Das Spannende dabei ist, daß ich mich mit einer realen Gestalt befasse, sie aber gleichzeitig erfinde. Wie es zwischen Rilke und Clara Westhoff hätte gewesen sein können, interessiert mich deshalb weit mehr, als wie es wirklich war.
In: Kölnische Rundschau, 10.09.1994. Portrait von Thomas Linden zu: Clara.

Da wir alle nicht die sprichwörtlichen sieben Leben einer Katze haben, sondern lediglich eines davon, lieben wir es, in die fremde, unbekannte Welt einer Geschichte einzutauchen und sie in eine zweite Wirklichkeit zu verwandeln. Romanfiguren sind Stellvertreter all unserer nicht-gelebten Leben, die unsere Biographie begleiten. Mit ihnen können wir lesend und schreibend die Grenzen unseres Ichs sprengen, aus der historischen Zeit treten. Ebenso ist es uns jederzeit und simultan möglich, Kind und Erwachsener zugleich zu sein, nirgendwo und überall anwesend, und das Sehen, Schmecken, Riechen, Hören und Fühlen in einem solchen Maße zu verschmelzen, daß es uns mitunter den Kopf verdreht.
Auszug aus: Dankesrede zur Verleihung des Kulturpreises für Literatur des Landkreises Cuxhaven 1996, 22.11.1996.

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Quellenangaben
Autorenauskunft
Sonstige Quellen

Kölner Autorenlexikon

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Aktualisiert am
25.07.2013

 

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