Conrady, Karl Otto

Karl Otto Conrady

Bürgerl. Name
Karl Otto Conrady
Jahrgang
1926
Geburtsort
Hamm/Westf
Wohnort
Köln
Orte
Hamm, Münster, Köln
Regionen
Rheinland komplett, Westfalen komplett, Hellweg, Münsterland, Rheinschiene
Genres
Prosa, Sachbuch, Herausgeberschaften
Kontaktadresse
Bernhard-Feilchenfeld-Str. 5, 50969 Köln, Deutschland
Telefon
 
geschäftlich
0221-3672233
Email
koconrady@freenet.de
Web
www.karlottoconrady.de
Vita

Geboren am 21.2.1926 in Hamm (Westf.). Als Gymnasiast in Hamm Jungstammführer im "Deutschen Jungvolk" der "Hitler-Jugend". 1944-1945 Soldat (Infanterie); Dienstgrad: Gefreiter. April 1945 bis Juli 1945: in amerikanischer Kriegsgefangenschaft im Lager Rheinberg (Rheinwiesenlager). 1945-1947 Büroangestellter (Clerk) bei einer britischen Pioniereinheit in Hamm. 1947-1952 studierte Conrady an den Universitäten Münster und Heidelberg Germanistik, Latein und Alte Geschichte. 1952 Staatsexamen in Latein und Deutsch. 1953 Promotion in Germanistik bei Benno von Wiese mit einer Dissertation über "Die Erzählweise Heinrichs von Kleist". 1957 habilitierte er sich in Münster mit einer Arbeit über deutsche Barockliteratur und Neulatein im Fach Neuere deutsche Literatur. 1957-1958 Dozent in Münster. 1958-1961 Diätendozent an der Universität Göttingen. 1961-1962 außerordentl. u. ordentl. Professor an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. 1962-1969 ordentl. Professor an der Universität Kiel; Direktor des Instituts für Literaturwissenschaft. 1966/1967 Dekan der Philosophischen Fakultät. 1969-1991 ordentl. Professor an der Universität zu Köln; Direktor des Instituts für deutsche Sprache und Literatur. Ende Februar 1991 wurde Conrady emeritiert. In den letzten Jahrtzehnten hatte Karl Otto Conrady etliche Ämter inne: So war er von 1967 bis 1969 Abgeordneter der SPD im Schleswig-Holsteinischen Landtag in Kiel, Vorsitzender des Kulturausschusses und stellv. Landesvorsitzender der SPD. (Seit 1977 ist er ohne Zugehörigkeit zu einer politischen Partei.) Von 1975-1977 war er Vorsitzender der Schulbuchkommission Deutsch des Landes Nordrhein-Westfalen, von 1976-1979 Vorsitzender des Deutschen Germanistenverbands. Er wirkte als Mitglied des Beraterausschusses für die Verleihung des Titels 'Professor' durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen (1987-2000) und als Kuratoriumsmitglied der "Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW" (1992-2000). Conrady ist Mitglied im VS (Verband deutscher Schriftsteller) und im deutschen P.E.N., dem er von 1996 - 1998 als Präsident vorstand.

Prosa

Goethe 250. Gesprächsblätter nicht nur zu seinem Jubiläum. Landpresse: Weilerswist 1999.
Goethe was here. Parodistischer Scherz und Ernst. Insel: Frankfurt/M. 1994.

Lyrik

Wörtertreiben. Gedichte. Lanpresse: Weilerswist 2002.

Sachbuch

Zwischenrufe. Kommentare zum Zeitgeschehen. Eine Auswahl zum 75. Geburtstag. Landpresse: Weilerswist 2001.
Völkisch-nationale Germanistik in Köln. Eine unfestliche Erinnerung. Süddeutscher Hochschulverlag: Schernfeld 1990.
Goethe und die Französische Revolution. Insel-Jahrbuch auf das Jahr 1989. Insel: Frankfurt/M 1989.
Goethe. Leben und Werk. 2 Bde. Athenäum: Königstein/Ts. 1982/1984.
Literatur und Germanistik als Herausforderung. Suhrkamp: Frankfurt/M. 1974.
Germanistik - eine deutsche Wissenschaft (zus. mit E. Lämmert u.a.). Suhrkamp: Frankfurt/M. 1967.
Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Rowohlt: Reinbek 1966.
Lateinische Dichtungstradition und deutsche Lyrik des 17. Jahrhunderts. Bouvier: Bonn 1962.

Anthologie

(In Auswahl:)
Autobiographisches:
Spuren einer Erinnerung an die Zeit um 1945 und an den Weg in die Germanistik. In: Zeitenwechsel. Germanistische Literaturwissenschaft vor und nach 1945. Fischer-Tb.: Frankfurt/M. 1996.
Miterlebte Germanistik. In: Diskussion Deutsch, 100, April 1988.
Autobiographisches in Reminiszenzen und Reflexionen. In: Wie... wurde ich Literaturhistoriker. Suhrkamp: Frankfurt/M. 1972.
Zahlreiche Aufsätze, Literaturkritiken und Beiträge für den Rundfunk.

Herausgeberschaften

Der Neue Conrady. Das große deutsche Gedichtbuch von den Anfängen bis zur Gegenwart. Artemis & Winkler: Düsseldorf/Zürich 2000.
Von einem Land und vom andern. Gedichte zur deutschen Wende 1989/1990. Mit einem Essay "Deutsche Wendezeit". Suhrkamp: Frankfurt/M. 1993.
Das große deutsche Gedichtbuch. Von 1500 bis zur Gegenwart. Neu herausgegeben u. aktualisiert. Artemis & Winkler: München 1991.
Das Buch der Gedichte. Deutsche Lyrik von den Anfängen bis zur Gegenwart. Eine Sammlung für die Schule. Cornelsen: Berlin 1987.
Gedichte der deutschen Romantik. Athenäum: Königstein/Ts. 1979. (Neuausgabe: Artemis & Winkler: München 1994)
Das große deutsche Gedichtbuch. Athenäum: Königstein/Ts. 1977.
Deutsche Literatur zur Zeit der Klassik. Reclam: Stuttgart 1977.
Buchreihe "Literatur und Wirklichkeit". Bd. 1-26. Bouvier: Bonn. 1967-1991.
Taschenbuchreihe "Texte deutscher Literatur 1500-1800". Rowohlt: Reinbek 1968 - 1972.

Über Werk und Autor

Kölner Autoren-Lexikon 1750-2000. Band 2: 1901-2000. Hg. v. Everhardt Kleinertz. Bearbeitet von Enno Stahl. Emons: Köln 2002.

Quellenangaben
Autorenauskunft
Sonstige Quellen

Kölner Autorenlexikon

Aktualisiert am
28.02.2017